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Diäten

Posted by: admin | Posted on: Januar 29th, 2012 | 0 Comments

Diäten

5 am Tag-Diät

Die ehemalige Eisschnelläuferin Franziska Schenk entwickelte zusammen mit der DGE das Ernährungskonzept "5 am Tag". Fünf mal täglich sollen Obst und Gemüse verzehrt werden. 400 Gramm Gemüse (gegart oder roh) und 250 Gramm Obst pro Tag. Gemüse und Obst können mit den enthaltenen Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen Erkrankungsrisiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs verringern. Die Diät ist für vier Wochen ausgelegt mit einer Vielfalt an Rezepten, die gegeneinander austauschbar sind. Die Hintergründe der "5 am Tag-Diät" sind aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nachvollziehbar. Eine gesunde Ernährung mit einem hohen Obst- und Gemüsekonsum sowie regelmäßiger Ausdauersport sind Voraussetzungen für eine dauerhafte Gewichtsreduktion und ein langes Leben mit guter Lebensqualität. Die "5 am Tag-Diät" beinhaltet eine vollwertige Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Alkohol sowie Rauchen sollte vermieden werden. Insgesamt ist diese Diät ernährungswissenschaftlich absolut sinnvoll. Ein dauerhafter Lernerfolg hinsichtlich gesunder Ernährung und sportlicher Aktivität tritt bei der "5 am Tag-Diät" auf.
Als Dauerkost geeignet:
Ja
Nährstoffmangel:
Nein
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Ja
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Ja
Lerneffekt:
Ja
Bewertung:
Sehr empfehlenswert

Abnehmen-mit-Vernunft

"Abnehmen-mit-Vernunft" wurde entwickelt von der: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufkärung (BZGA) Bei der Abnehmen-mit-Vernunft-Diät wird eine ausgewogene Ernährung mit Einschränkung des Fett- sowie Fleischkonsums empfohlen -bei gleichzeitig mehr komplexen Kohlenhydraten aus Getreide, Obst und Gemüse. Die Ernährung sollte sich aus 50 bis 55 Prozent Kohlenhydraten, maximal 30 Prozent Fett und 15 bis 20 Prozent Protein zusammensetzen. Da grundsätzlich keine Lebensmittel verboten sind, können die Speisen vielfältig kombiniert werden, so daß die Ernährung nie langweilig wird. Ziel ist eine langfristige Umstellung der bisherigen Ernährungsgewohnheiten. Eine wichtige Rolle spielt neben der Ernährungsumstellung die sportliche Betätigung. Bei der Abnehmen-mit-Vernunft-Diät wird die langfristige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten mit einer langsamen, aber dauerhaften Gewichtsreduktion verfolgt. Dieses Ziel ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht vollständig zu unterstützen. Die Ernährung der Abnehmen-mit-Vernunft-Diät ist augewogen sowie fettreduziert und somit ernährungsmedizinisch sinnvoll. Bei der ungefährlichen Diät wird ein guter Lerneffekt erzielt. Ein großer Vorteil ist, dass die Ernährungsweise während der "Diät" nach dem Erreichen des Wunschgewichtes beibehalten wird.
Als Dauerkost geeignet:
Ja
Nährstoffmangel:
Nein
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Ja
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Ja
Lerneffekt:
Ja
Bewertung:
Sehr empfehlenswert

Ananas-Diät/Enzym-Diät

Bei der Ananas-Diät werden ausschließlich Ananas und aus Ananas hergestellte Säfte konsumiert. Da in einem Kilo Ananas zirka 550 Kilokalorien stecken, müssen täglich zwei bis drei Kilo Ananas verzehrt werden, um einen Kaloriengehalt von zirka 1000 Kilokalorien zuzuführen. Bei der allgemeinen Enzym-Diät können auch andere enzymreiche Früchte, wie zum Beispiel Papayas (80 Kilokalorien/ Kilo) und Kiwis (2000 Kilokalorien/ Kilo) verzehrt werden. Die Enzyme der Früchte sollen den Eiweißabbau unterstützen und das Fett gezielt zum Schmelzen bringen. Die Ananas-/Enzym-Diät ist in keinem Punkt ernährungswissenschaftlich und ernährungsmedizinisch nachvollziehbar. Auch "Enzyme", die in Kapselform eingenommen werden, führen nicht zur Gewichtsreduktion. Die Ananas-/Enzym-Diät ist wie alle anderen Monodiäten (zum Beispiel Kartoffel-, Apfel- oder Nudeldiät) eine der extremsten Formen zur einer Fehl- und Mangelernährung. Sie liefert einen geringen Kaloriengehalt und ist extrem einseitig. Durch die geringe Zufuhr an Eiweiß baut der Körper Muskelmasse als Eiweißquelle ab und der Jo-Jo-Effekt bleibt nicht aus. Ein Nährstoffmangel an Eiweiß, Kohlenhydrate, Fett, Vitamine und Mineralstoffen ( Eisen, Jod, Zink ) kann auftreten. Deshalb ist die Ananas-/Enzym-Diät gesundheitsgefährdend und nicht empfehlenswert. Ein Lerneffekt tritt bei dieser Diät nicht ein. Der sportliche Aspekt spielt bei der Ananas-/Enzym-Diät keine Rolle.
Als Dauerkost geeignet:
Nein
Nährstoffmangel:
Ja
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Nein
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Nein
Lerneffekt:
Nein
Bewertung:
nicht empfehlenswert

Apfelessig-Kur

Ein Apfelessig-Drink vor jeder Mahlzeit soll vielfältige Wirkungen haben, wie beispielsweise das Ankurbelung des Stoffwechsels. Die Kost während der Kur sollte insgesamt fettarm sein. Abends soll vorwiegend kohlenhydratarm und eiweißreich gegessen werden. Der Verzehr eiweißreicher Drinks vor dem zu Bett gehen soll das Fett während des Schlafes durch Wachstumshormonausschüttung zur Verbrennung freisetzen. Die Durchführung der Apfelessig-Kur wird für drei bis sieben Tage oder für vier Wochen empfohlen. Die Wirkung des Apfelessigs ist noch nicht vollständig geklärt. Die Gewichtsreduktion kommt aber sicher nicht durch die alleinige Einnahme des Apfelessig-Drinks zustande. Auch die Einnahme von Apfelessig-Kapseln führt nicht zu den angeblichen Effekten. Die Nähr- Wirkstoffzufuhr während der Apfelessig-Kur ist ausreichend. Die allgemeine fettarme Ernährung ist ernährungsmedizinisch als positiv zu beurteilen. Nach ernährungswissenschaftlichen Aspekten spielt der Apfelessig ernährungsmedizinisch jedoch keine Rolle für eine Gewichtsreduktion. Positiv sind die Tipps, die während der Apfelessig-Kur bezüglich gesunder Ernährungsweise und Bewegung gegeben werden, wodurch sich ein gewisser Lerneffekt ergibt.
Als Dauerkost geeignet:
Ja
Nährstoffmangel:
Nein
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Jaein
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Jaein
Lerneffekt:
Jaein
Bewertung:
eingeschränkt empfehlenswert

Atkins-Diät

Nach der Atkins-Diät sind die Kohlenhydrate und nicht das Fett Ursache des Übergewichts. In den ersten Wochen der Diät werden nur sehr geringe Mengen (ein bis 16 Gramm täglich) Kohlenhydrate (zum Beispiel in Brot, Kartoffeln, Reis und Nudeln) aufgenommen, was den Organismus in die Fettverbrennung zwingen soll. Mit fortschreitender Zeit wird die Kohlenhydrataufnahme auf maximal 40 Gramm pro Tag gesteigert. Stark eingeschränkt sind weiterhin Obst, Gemüse, Fruchtsäfte und Süßigkeiten. Eiweiß und Fett , zum Beispiel in Fleisch, Käse, Eiern, Fisch, Wurst und Mayonnaise dürfen uneingeschränkt gegessen werden, wodurch vermehrt Stoffwechselabbauprodukte (Ketonkörper) im Organismus produziert werden. Die Folge sind Übersäuerung des Körpers und große Flüssigkeitsverluste. Die Dauer der Diät mit ihren fünf Stufen hängt von der Menge der ausgeschiedenen Ketonkörper im Urin ab (Ketonämie). Dieser Zustand muss während der Diät unbedingt eintreten und regelmäßig mit Hilfe eines Teststreifens überprüft werden. Die mit dem Fett übermäßig aufgenommenen Purine werden zu Harnsäure im Körper abgebaut. Es kommt zur Hemmung der Harnsäureausscheidung durch die Niere, was zu einem Gichtanfall führen kann. Nach der Beendigung der Diät besteht die Gefahr der Bildung von Harnsäuresteinen in den ableitenden Harnwegen. Die Atkins-Diät ist für Personen mit Fettstoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), hohen Harnsäurespiegel im Blut und Diabetes mellitus gefährlich und gesundheitsschädlich. Ein Nährstoffmangel an Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und Kohlenhydraten kann auftreten. Viele Aussagen, wie beispielsweise das Übergewicht der Menschen sei nicht Folge von übermäßigem Lebensmittelverzehr sondern von Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels, entziehen sich jeglichen ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen. In Folge von steigendem Fettverzehr und sinkender Kohlenhydrataufnahme während der Atkins-Diät kommt es zur Lipolyse. Dieser Effekt verstärkt sich noch mehr, wenn ein Teil des zugeführten Fettes als MCT Fett verzehrt werden würde, das jedoch den erhöhten Fettverzehr während der Diät ernährungswissenschaftlich nicht rechtfertigt. Die Atkins-Diät ist extrem kohlenhydratarm, wodurch Mangelerscheinungen auftreten können. Die extrem hohe Eiweiß- und Fettzufuhr führt zu hohen Cholesterin- und Purinspiegeln im Organismus, die auf Dauer gesundheitsgefährdend sein können. Durch die begrenzte Auswahl an Nahrungsmitteln ist die Atkins-Diät relativ einseitig. Der Mineral- und Vitaminmangel soll durch die Einnahme von Tabletten ausgeglichen werden. Ein Lerneffekt tritt bei dieser gesundheitsgefährdenden Diät nicht auf. Sport spielt bei der Atkins-Diät keine Rolle.
Als Dauerkost geeignet:
Nein
Nährstoffmangel:
Ja
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Nein
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Nein
Lerneffekt:
Nein
Bewertung:
nicht empfehlenswert

Ayurveda-Diät

Namensgeber der Ayurveda-Diät ist das zirka 3500 Jahre alte, schriftlich überlieferte Gesundheitssystem Indiens. Der Ayurveda umfasst ein ganzheitliches Gesundheitskonzept indischen Ursprungs. In jedem Menschen sind die Lebensenergien Vata, Pitta und Kapha unterschiedlich enthalten, das eine individuelle Auswahl von Lebensmitteln und Mahlzeiten begründet. Die Basis aller drei Lebensenergie-Typen ist eine frische, lakto-vegetabile Kost, die Milchprodukte und pflanzliche Lebensmittel enthält. Fleisch, Fisch und Eier sollten nur begrenzt aufgenommen werden. Der Ayurveda wird durch Ernährungsregeln (zum Beispiel die Lebensmittelauswahl und deren Zubereitung), Meditation und Yoga unterstützt. Ein Nährstoffmangel an Mineralstoffen (Jod, Zink, Eisen) und B-Vitamine kann auftreten. Die Theorie des Ayurveda mit den individuellen Ernährungstypen der unterschiedlichen Lebensenergien ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ein unhaltbares Konzept. Bei Ayurveda wird eine lakto-vegetabile Kost (Kost aus pflanzlichen Lebensmittel kombiniert mit Milch und Milchprodukten) verzehrt, dessen Energie-, Nähr- und Wirkstoffzufuhr ausgewogen ist. Positiv ist auch der eingeschränkte Verzehr von Fleisch und Eiern. Der Ayurveda ist aus rein ernährungsmedizinischer Sicht ohne die Berücksichtigung der Lebensenergien als empfehlenswert zu beurteilen. Eine Überernährung mit der ayurvedischen Kost ist nur schwer möglich. Ein guter Lerneffekt tritt ein. Ausdauersport wird bei Ayurveda nicht berücksichtigt.
Als Dauerkost geeignet:
Ja
Nährstoffmangel:
wenig
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Nein
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Ja
Lerneffekt:
Ja
Bewertung:
empfehlenswert

Blutgruppen-Diät

Die Blutgruppe bestimmt angeblich die individuelle Verträglichkeit von Lebensmitteln. Bei der ältesten Blutgruppe, der Blutgruppe 0, soll die Kost eiweißreich und kohlenhydratarm sein, wie bei den Höhlenmenschen, die sich vorwiegend von Fleisch ernährten. Der Mensch entwickelte sich weiter, betrieb Ackerbau und das Verdauungssystem veränderte sich. Menschen mit Blutgruppe A sollten sich daher vorwiegend vegetarisch ernähren. Bei Blutgruppe B und AB sind keine Besonderheiten zu nennen, da das Verdauungssystem bei diesen Blutgruppen am weitesten entwickelt ist. Die Einhaltung der speziellen Nahrung je nach Blutgruppe soll Übergewicht reduzieren und vor ernährungsbedingten Erkrankungen, aber auch Krebs schützen. Risikonährstoffe/-wirkstoffe: bei Blutgruppe 0: besonders Kohlenhydrate und Vitamine, bei Blutgruppe A: eventuell essentielle Fettsäuren, Mineralstoffe wie Zink und Eisen, bei Blutgruppe B und AB: keine Ein Nährstoffmangel bei:Blutgruppe 0: besonders Kohlenhydrate und Vitamine Blutgruppe A: eventuell essentielle Fettsäuren, Mineralstoffe wie Zink und Eisen Blutgruppe B und AB: keine. Werden die verschiedenen empfohlenen Ernährungsweisen nicht beachtet, verklumpen angeblich die Blutkörperchen durch die Eiweißbestandteile (Lektine) in der Nahrung und lösen eine Abwehrreaktion des Immunsystems aus. Dieser Zustand könne dann langfristig unter anderem zu Übergewicht führen. Diese Thesen sowie die spezifische Ernährung der jeweiligen Blutgruppen basiert auf keinem ernährungswissenschaftlichen Hintergrund. Bisher gibt es keine wissenschaftlichen Belege, dass Erkrankungen durch die Blutgruppen-Diät positiv beeinflusst werden oder irgendeinen Sinn macht. Spezielle Ernährungsweisen in Abhängigkeit von den Blutgruppen sind ernährungsmedizinisch nicht zu unterstützen. Der Lerneffekt bleibt aus. Eine sportliche Aktivität wird in der Blutgruppen-Diät nicht thematisiert.
Als Dauerkost geeignet:
Nein
Nährstoffmangel:
Ja
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Nein
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Nein
Lerneffekt:
Nein
Bewertung:
nicht empfehlenswert

Brigitte-Diät

Die Brigitte-Diät empfiehlt drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten. Pro Tag sind rund 1000 Kilokalorien erlaubt, die im Falle einer Dauerkost und zur Gewichtsstabilisierung nach der Brigitte-Diät erhöht werden sollten. Die Fettaufnahme pro Tag ist auf 30 Gramm beschränkt. Obst, Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukte, Milch, Fisch, Mineralwässer, Tee und ungesüßter Kaffee dürfen uneingeschränkt verzehrt werden. In geringer Menge sind Fleisch und Süßigkeiten erlaubt. Auf Alkohol soll vollständig verzichtet werden. Die Betrachtungsweisen der Brigitte-Diät und die daraus folgenden Ernährungsempfehlungen sind aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nachvollziehbar. Die Brigitte-Diät ist ernährungsmedizinisch sinnvoll, da sie ausgewogen, fettreduziert und aufgrund des hohen Ballaststoffgehaltes sättigend ist. Sie entspricht einer energiereduzierten Mischkost. Der Körper wird in der Regel mit allen essentiellen Nähr-/ Wirkstoffen versorgt und eine dauerhafte Gewichtsreduktion ist möglich. Für die Zubereitung der abwechslungsreichen Gerichte wird relativ viel Zeit in Anspruch genommen. Positiv ist die individuelle Zusammenstellung der Gerichte, da sie gegeneinander ausgetauscht werden können. Bei der täglichen Zufuhr von 1000 Kilokalorien wird der individuelle Kalorienverbrauch nicht berücksichtigt. Es gibt auch noch eine vegetarische Variante der Brigitte-Diät. Hinweise zu sportlicher Betätigung fehlen. Der Lerneffekt ist mit der Brigitte-Diät als gut zu beurteilen.
Als Dauerkost geeignet:
Ja
Nährstoffmangel:
Nein
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Ja
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Ja
Lerneffekt:
Ja
Bewertung:
empfehlenswert

Buchinger-Fasten (Heilfasten)

Das Buchinger-Fasten wird häufig während einer stationären Behandlung in speziellen Fastenkliniken durchgeführt, ist aber auch abgewandelt zu Hause durchführbar. Der erste Tag des Heilfastens ist ein Obsttag. Am zweiten Tag wird mit Hilfe von Glaubersalz und einem Einlauf zur Ruhigstellung und Regenration des Darms abgeführt. Ab dem zweiten Tag dürfen nur noch gepresste Obst- und Gemüsesäfte, Kräutertees und Gemüsebrühen getrunken werden. Das Fastenbrechen erfolgt durch den Verzehr von Äpfeln und Rohkost. An den Tagen nach dem Fasten muss sich an einen speziellen Diätplan gehalten werden. Während der gesamten Fastenperiode muss auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von drei bis vier Litern geachtet werden. Das Fasten wird unter anderem durch Bewegungs- und Entspannungsprogramme ergänzt. Das Ziel des Fastens nach Buchinger ist das "Wegfasten" von zahlreichen Krankheiten, wie zum Beispiel Fettleibigkeit, Rheumatismus und Hauterkrankungen. Die Bezeichnung "Heilfasten" hat Dr. Buchinger der Kost selbst gegeben. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ergibt sich kein Nachweis, dass Fasten Erkrankungen verbessern oder heilen kann. Zur Gewichtsreduktion ist Fasten völlig ungeeignet, da der Organismus während dieser Zeit besonders Flüssigkeit verliert und Muskulatur abbaut. Der Jo-Jo-Effekt ist nicht zu verhindern. Bei längerer Anwendung ergeben sich durch das Fasten Mangelerscheinungen bezüglich aller Nährstoffe. Die Energiezufuhr mit 150 bis 300 Kilokalorien pro Tag ist zu gering. Einige Todesfälle sind unter dem Fasten beschrieben. Durch das Fasten kann es zu Nieren- beziehungsweise Gallensteinleiden, Gichtanfällen und Azidose (Blutübersäuerung) kommen. Der hohe Flüssigkeits- und Elektrolytverlust führt unter anderem zu niedrigem Blutdruck, Schwäche, Kopfschmerzen und Mundgeruch. Eine stationäre Überwachung der Kur ist daher sehr zu empfehlen. Es tritt kein Lerneffekt auf. Die gesundheitsgefährdende Kur gibt keine Tipps zur sportlichen Betätigung.
Als Dauerkost geeignet:
Nein
Nährstoffmangel:
Ja
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Nein
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Nein
Lerneffekt:
Nein
Bewertung:
nicht empfehlenswert

CM 3-Diät

CM 3 Alginat-Kapseln sind freiverkäufliche Medizinprodukte aus der Apotheke. Sie enthalten Alginat, das nicht durch Verdauungsenzyme des Magens oder durch die Magensäure aufgespalten wird. Die Kapseln haben eine lange Verweildauer von sechs bis acht Stunden im Magen. Das enthaltene Alginat besitzt ein hohes Quellvermögen, das entscheidend zur Magenfüllung und Sättigung beiträgt. Die Kapseln sollten eine halbe bis anderthalb Stunden vor den Hauptmahlzeiten eingenommen werden, um eine gewisse Vorsättigung zu erzielen, wodurch weniger gegessen wird. Die lange Verweildauer der Kapseln im Magen bewirkt aber vor allem auch eine Nachsättigung. Zu jeder Kapseleinnahme ist die Zufuhr von ein bis zwei Gläsern Flüssigkeit notwendig, um eine optimale Quellung zu gewährleisten. Im Dünndarm löst sich Alginat dann auf. Das Präparat wird bei der CM 3-Diät mit einer ausgewogenen, fettarmen Mischkost kombiniert. Die Diät ist in ein vierwöchiges Programm mit vier Hauptmahlzeiten gegliedert. Die Energiezufuhr beginnt mit zirka 1600 Kilokalorien mit normalem Ballaststoffgehalt. Im Verlauf der nächsten drei Wochen sinkt die Energiezufuhr bei steigendem Ballaststoffgehalt. Bei längerfristiger Durchführung der CM 3-Diät wird die Einnahme eines Mineral- und Vitaminpräparates empfohlen. Die vier Hauptmahlzeiten pro Tag verhindern starke Blutzuckerschwankungen mit Phasen, in denen durch einen hohen Insulinspiegel der Fettabbau verhindert wird. Äußerst wichtig ist auch das wöchentliche Betreiben von Ausdauersport (zwei bis dreimal pro Woche), das den Kalorienverbrauch durch steigende Muskelmasse steigert. Ein Nährstoffmangel bei einer Kalorienzufuhr von unter 1300 Kilokalorien: Eisen, Vitamin-B-Komplex, Zink, Jod. Durch die lange Verweildauer der CM 3 Alginat-Kapseln im Magen werden die Sättigungsrezeptoren in der Magenwand permanent aktiviert. Obwohl der Magen nicht gefüllt ist, melden die Rezeptoren ein Sättigungsgefühl an das Gehirn. Spezielle Sensorzellen schütten einen Botenstoff aus, der das Hungerzentrum im Gehirn auf niedrigere Aktivität umstellt. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht scheint die CM3-Diät sinnvoll.Durch die ausgewogene, fettreduzierte Mischkost ist die CM 3-Diät ernährungsmedizinisch sinnvoll. Durch die flexible Durchführung wird das Durchhaltevermögen erleichtert. Die Zubereitung der Mahlzeiten ist unkompliziert und schnell, wobei auch fertige oder vorbereitete Produkte verwendet werden können. Bei der Einnahme der CM 3-Kapseln tritt kein Gewöhnungseffekt auf. Der Jo-Jo-Effekt ist vermeidbar, wenn die Kapseln in eine vernünftige Diät eingebettet werden. Ein Lerneffekt durch die kalorienreduzierte Mischkost kann auftreten. Bei der CM 3-Diät wird auch auf die sportliche Aktivität Wert gelegt.
Als Dauerkost geeignet:
Ja
Nährstoffmangel:
evtl.
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Ja
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Ja
Lerneffekt:
wenig
Bewertung:
bedingt empfehlenswert

FdH ("Friss die Hälfte")

Bei dem "Friss die Hälfte-Prinzip" sind bei jeder Mahlzeit die Portionen zu halbieren. Bei der einfachen Durchführung sind keine Diätpläne einzuhalten und die Mahlzeiten sind individuell gestaltbar. Alle Lebensmittel sind grundsätzlich erlaubt. FdH ist als Dauerkost geeignet wenn die richtige Lebensmittelauswahl gegeben ist. Ein Nährstoffmangel an Mineralstoffen und Vitaminen, die oft in normalen Portionen schon in zu geringen Mengen enthalten sind, können bei der Reduzierung auf die Hälfte zu wenig zugeführt werden. Die Halbierung der meist schon vorher unausgewogen zusammengestellten Ernährung ist nicht zu empfehlen. Gerade bei einer Diät muss die Zufuhr aller wichtigen Nähr-/Wirkstoffe gewährleistet sein. Wird die Portion bei schlechten Ernährungsgewohnheiten halbiert ist das FdH-Prinzip nicht empfehlenswert und kann sogar gesundheitsgefährdend sein. Defizite in der Nährstoffzufuhr können sich ergeben. Besser wäre die gezielte Auswahl von Lebensmitteln mit hoher Nährstoffdichte. Während der Durchführung kommt es gelegentlich zu Konzentrationsstörungen und Heißhungerattacken. Der Lerneffekt einer gesunden Ernährung bleibt aus und der Jo-Jo-Effekt ist durch das Absinken des Grundumsatzes vorprogrammiert. Anstatt "FdH" sollte "IdR" – "Iss das Richtige" verwirklicht werden. Denn langfristig kommt es auf die ausgewogene Ernährung und nicht auf die Kalorienzufuhr an. Es ergibt sich kein direkter Lerneffekt hinsichtlich einer gesunden Ernährungsweise. Beim FdH-Prinzip spielt Sport keine Rolle.
Als Dauerkost geeignet:
Jaein
Nährstoffmangel:
wenig
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Nein
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Nein
Lerneffekt:
Nein
Bewertung:
nicht empfehlenswert

Fit for fun-Diät

Das Ziel der Fit for fun-Diät ist die Änderung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens der Übergewichtigen. Alle Lebensmittel sind erlaubt. Alkohol, Süßigkeiten und Fett sollten jedoch eingeschränkt zugeführt werden. Fünf Mahlzeiten (davon eine warme Mahlzeit) werden empfohlen, die insgesamt eine Energiezufuhr von 1500 bis 1800 Kilokalorien beinhalten. Neben der Ernährung spielen Bewegung und Sport eine zentrale Rolle, wobei die vielfältigen Sportarten, die im Buch vorgestellt werden, anschaulich und einfach nachvollziehbar erläutert werden. Optimal ist die Kombination einer ausgewogenen Ernährung mit Bewegung, um langfristig das Körpergewicht zu senken. Die Diät ist ernährungsphysiologisch empfehlenswert, da sie eine ausgewogene Ernährung beinhaltet. Besonders hervorzuheben sind der hohe Kohlenhydrat-, Obst- und Gemüsegehalt, sowie der geringe Fettverzehr. Die Diät ist hervorragend für eine langfristige Gewichtsreduktion geeignet. Ein hoher Lerneffekt tritt ein. Durch die relativ hohe Kalorienzufuhr nimmt man langsam aber dauerhaft ab. Positiv ist auch das ausreichende Sättigungsgefühl während der Diät.
Als Dauerkost geeignet:
Ja
Nährstoffmangel:
Nein
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Ja
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Ja
Lerneffekt:
Ja
Bewertung:
Sehr empfehlenswert

Formula-Diäten (proteinmodifiziertes Fasten) wie Modifast, SlimFast, Optifast, BCM

Formula Diäten sind industriell hergestellte Diäten, die als Fertigdrink oder in Pulverform zu erwerben sind. Das Pulver wird zu einem Getränk oder einer Suppe mit fettarmer Milch oder Wasser zubereitet. Verschiedene Geschmacksrichtungen sorgen für Abwechselung. Der Energie- und Nährstoffgehalt des Formula-Produktes ist gesetzlich in der Diätverordnung festgelegt und somit gedeckt. Eine oder mehrere Mahlzeiten können pro Tag mit 800 bis 1200 Kilokalorien ersetzt werden. Kein künstliches Produkt kann eine ausgewogene natürliche Ernährung langfristig ersetzen. Als Einstieg zu einer kompletten Ernährungsumstellung und Gewichtsreduktion sowie als Möglichkeit des gesunden Mahlzeitenersatzes sind Formula-Diäten für ein bis vier Wochen geeignet. Durch die definierte Zusammensetzung ist die Versorgung mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen bei einer geringen Energiezufuhr von 800 bis 1200 Kilokalorien gewährleistet. Langfristig ist jedoch die Zufuhr der Nährstoffe mittels ursprünglicher Lebensmittel unerlässlich, da sich die Wirkungen der Nährstoffe nur in ihrer natürlichen Umgebung optimal kombinieren. Empfehlenswert, wenn die Formula-Diät in Kombination mit speziellen Programmen wie zum Beispiel FormMed durchgeführt wird. Ein richtiges Ernährungsverhalten wird durch die Verwendung von Formulaprodukten nicht erlernt. Bei vollständigem Ersatz der Mahlzeiten können Verdauungsprobleme aufgrund des geringen Ballaststoffgehalts auftreten. Werden Formuladiäten mit Programmen wie FormMed oder Optifast kombiniert, bei denen unter anderem Sport thematisiert wird, sind sie zu empfehlen.
Als Dauerkost geeignet:
Nein
Nährstoffmangel:
Nein
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Nein
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Ja
Lerneffekt:
Nein
Bewertung:
bedingt empfehlenswert

Hay'sche Trennkost

Nach der Hay'schen Trennkost müssen eiweiß- und kohlenhydratreiche Lebensmittel getrennt voneinander verzehrt werden. Nach Hay ist der Magen nicht in der Lage, beide Nähstoffe zusammen zu verdauen und gleichzeitig Säuren und Basen zu bilden. Daher wird die überschüssige Energie schneller in Form von Fett im Körper abgelagert. Die Trennung der entsprechenden Lebensmittel ist jedoch nicht immer einzuhalten, da einige Lebensmittel Kohlenhydrate sowie Eiweiß enthalten. Morgens und abends sollte konzentriert kohlenhydratreich und mittags eiweißreich gegessen werden. Grundsätzlich gilt beim Verzehr der beiden Nährstoffe ein zeitlicher Abstand von vier Stunden. Weiterhin ist der ausgeglichene Säure-Base-Haushalt von besonderer Bedeutung. Die Ernährung sollte aus 80 Prozent Basenbildnern (Obst, Gemüse, Salat, Milch, Butter und Joghurt) und maximal 20 Prozent Säurebildnern (Fleisch, Käse, Kartoffeln, Fisch, Eier und Getreideprodukte) bestehen. Die von Hay bezeichneten neutralen Lebensmittel (Nüsse, einige Gemüse, Gewürze) dürfen zu beiden kombiniert werden. Durch den geringen Verzehr von Säurebildnern soll eine Übersäuerung des Organismus verhindert werden, die Ursache für Erkrankungen sei. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ist das Enzymsystem des menschlichen Magen-Darm-Traktes durchaus in der Lage, Eiweiß und Kohlenhydrate gleichzeitig zu verdauen. Bestes Beispiel zur Widerlegung der Hay'schen Trennkost ist die Muttermilch, die Eiweiß und Kohlenhydrate in fast gleicher Menge enthält. Weiterhin ergeben sich keine Vorteile aus der Trennung der beiden Nährstoffe. Im Gegenteil: Durch die Kombination von eiweiß- und kohlenhydratreichen Lebensmitteln erhöht sich die biologische Wertigkeit von Eiweiß (zum Beispiel die Kombination von Ei und Kartoffeln). Absurd ist auch die Aussage über die Prophylaxe und Heilung von Krankheiten (zum Beispiel Krebs) durch die Trennkost. Die Gewichtsreduktion findet nicht aufgrund der Trennkost statt, sondern aufgrund der als gut zu bewertenden kalorienreduzierten Mischkost mit reichlich Obst und Gemüse und einer geringen Fett- und Cholesterinaufnahme. Zu Anfang ist die Hay'sche Trennkost im Alltag recht kompliziert in der Durchführung. Ein Lerneffekt findet statt, wobei die Konzeption zwar nicht belegbar ist, jedoch grundsätzlich zu einer gesunden Ernährungsweise führt. Sport spielt bei der Trennkost keine direkte Rolle.
Als Dauerkost geeignet:
Ja
Nährstoffmangel:
Nein
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Nein
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Ja
Lerneffekt:
Ja
Bewertung:
bedingt empfehlenswert

Hollywood-Diät

Die Durchführung der Hollywood-Diät dauert zwei Wochen, bei der 500 bis 800 Kilokalorien pro Tag verzehrt werden. Der Verzehr von magerem Fleisch, Fisch, Milch-, Sojaprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und alkoholfreiem Bier ist erlaubt. Kohlenhydratreiche Lebensmittel sollen eingeschränkt verzehrt werden. Das Prinzip entspricht damit einer Trennkost. Ein Nährstoffmangel an Ballaststoffen, Kalzium, Kohlenhydraten kann auftreten. Die Zusammensetzung der Nahrung während der Diät ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nicht nachvollziehbar. Die Hollywood-Diät beinhaltet insgesamt eine überhöhte Proteinzufuhr und eine mangelnde Kohlenhydratzufuhr. Bei der Diät mangelt es weiterhin an Ballaststoffen, Kalzium, Flüssigkeit und allgemein an Energie. Die Hollywood-Diät ist ernährungsmedizinisch nicht zu empfehlen.
Als Dauerkost geeignet:
Nein
Nährstoffmangel:
wenig
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Nein
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Nein
Lerneffekt:
Nein
Bewertung:
nicht empfehlenswert

Kartoffel-Diät

Das Ziel der Kartoffeldiät und anderer Monodiäten mit Obst oder Gemüse ist die Entwässerung des Körpers. Bei der Kartoffel-Diät werden pro Tag zirka 600 Gramm Pellkartoffeln und als Beilage Gemüse in fettfreier Zubereitung verzehrt. Die Kartoffel-Diät wird häufig für einzelne Diättage eingesetzt. Ein Nährstoffmangel an Kalzium, Eisen, fettlösliche Vitamine, ungesättigte Fettsäuren, Eiweiß kann auftreten. Die Kartoffel-Diät ist in der Nährstoffzufuhr zu einseitig und aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nicht zu unterstützen. Die Kalzium-, Eisen- und Eiweißversorgung ist zu gering. Durch die geringe Fettzufuhr kommt es zu einem Mangel an fettlöslichen Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren. Positiv ist der hohe Kohlenhydratgehalt. Die Einstellung im Umgang mit Lebensmitteln wird durch die Diät nicht geändert. Eine dauerhafte Durchführung einer Monodiät birgt sogar gesundheitliche Risiken. Der sportliche Aspekt spielt bei der Kartoffel-Diät keine Rolle.
Als Dauerkost geeignet:
Nein
Nährstoffmangel:
Ja
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Nein
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Nein
Lerneffekt:
Nein
Bewertung:
nicht empfehlenswert

Low fat 30/60

Nach dem Low fat Prinzip ist der übermäßige Fettkonsum Ursache für Übergewicht. Der Fettanteil in der Nahrung wird bei dieser Diät erheblich reduziert. Die Zahl hinter dem Low fat Prinzip wie zum Beispiel Low fat 30 stehen für die grundlegende Empfehlung dieser Diät, nicht mehr als 30 Prozent Fett pro Tag aufzunehmen. Es gibt auch noch eine weniger strenge Variante, das Low fat 60, bei dem bis zu 60 Prozent Nahrungsenergie aus Nahrungsfett bestehen darf. Insgesamt ist aber auch die gesamte Kalorienzahl nicht zu vernachlässigen, denn das alleinige Einsparen von Fett hilft nicht. Grundsätzlich sollte viel Obst und Gemüse gegessen werden mit einer grundsätzlichen Orientierung an der Nahrungspyramide.Pflanzliche Öle sollten den tierischen Fetten bevorzugt werden. Fette Fische wie Makrele, Hering, Lachs und Thunfisch sind aufgrund ihrer hochwertigen Fettsäuren, ebenso wie Nüsse nach dem Low-fat-Prinzip erlaubt, sofern die Fettgrenze nicht überschritten wird. Nach dem Low fat Prinzip gibt es zahlreiche unterschiedliche Diätprogramme. Ein Nährstoffmangel an an fettlöslichen Vitaminen und essentiellen Fettsäuren kann durch die zu geringe Fettzufuhr auftreten. Die Reduzierung des Fettkonsums ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nachvollziehbar. Durchschnittlich wird drei Mal soviel Fett verzehrt als den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) entspricht. Erkrankungen wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs sind durch einen dauerhaften geringen Fettverzehr vorzubeugen. Das Low fat Prinzip liegt eine ausgewogene Mischkost mit einer Reduzierung des Fettkonsums zu Grunde. Der Ansatz des Low fat Prinzips ist ernährungswissenschaftlich sinnvoll und erfolgsversprechend. Low fat Rezepte sind alltagstauglich. Ein Lerneffekt hinsichtlich gesunder Ernährung und sportlicher Aktivität tritt auf.
Als Dauerkost geeignet:
Ja
Nährstoffmangel:
wenig
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Ja
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Ja
Lerneffekt:
Ja
Bewertung:
sehr empfehlenswert

Makrobiotik

Die Makrobiotik, die sich am Zen-Buddhismus orientiert, wird als lebenslange Dauerkost empfohlen. Die Lebensmittel werden Yin und Yang zugeordnet, die sich gegenseitig ergänzen und in gleichem Maße aufgenommen werden sollten. Die heutige etwas abgemilderte Form der Makrobiotik schreibt 50 bis 60 Prozent Getreide, 20 bis 25 Prozent saisonal angebotenes Gemüse und 5 bis 10 Prozent Suppe bzw. Hülsenfrüchte, Algen oder Fisch vor. Fermentierte Sojaprodukte wie zum Beispiel Miso und Tofu sind typische makrobiotische Lebensmittel. Der Verzehr von Obst, Milchprodukten, Fleisch und fettreichen Lebensmitteln sollte stark reduziert werden. Der Verzehr von tropischen Früchten und Tomaten ist verboten. Die Trinkmenge soll möglichst gering sein. Ein Nähratoffmangel an Kalzium, Eiweiß, B-Vitamine, Flüssigkeit kann auftreten. Die Makrobiotik ist nach westlichen, konventionellen Erkenntnissen ernährungswissenschaftlich nicht nachvollziehbar. Die Makrobiotik ist durch eine unausgewogene Nahrungsmittelauswahl gekennzeichnet. Aufgrund fehlender Milchprodukte kommt es zu Kalziummangelzuständen. Der Salzgehalt ist durch die Sojaprodukte zu hoch und der Algenverzehr kann zu Störungen im Jodstoffwechsel führen. Die geringe Trinkmenge führt zu Dehydratationen mit Störungen der Nierenfunktion. Die Makrobiotik ist als gesundheitsgefährlich einzustufen. Sport spielt keine Rolle.
Als Dauerkost geeignet:
Nein
Nährstoffmangel:
Ja
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Nein
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Nein
Lerneffekt:
Nein
Bewertung:
nicht empfehlenswert

Montignac-Methode

Bei der Montignac-Methode soll der Blutzucker möglichst gering gehalten werden um das Hungergefühl zu verhindern. Die Lebensmittel werden nach dem glykämischen Index (Anstieg des Blutzuckers nach einer Mahlzeit) unterteilt. Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index (die den Blutzucker also gering ansteigen lassen), wie Hülsenfrüchte, Haferflocken, Vollkornbrot, Nüsse und Fruchtzucker in Obst sind zu bevorzugen. Einen hohen glykämischen Index haben Kartoffeln, Weißmehlprodukte und verarbeitete Lebensmittel. Beim Stoffwechsel dieser Lebensmittel wird eine große Menge des Hormons Insulin benötigt. Durch die Ausschüttung des Hormons wird jedoch gleichzeitig der Abbau von Fett gehemmt. Insulin bewirkt zusätzlich die Auslösung eines Hungergefühls. Außerordentlich wichtig ist auch die Trennung von eiweiß- und kohlenhydratreichen Lebensmitteln. Der Diätablauf wird in die zwei Stufen Gewichtsreduktion und Lernphase differenziert. Die Trennung ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nicht sinnvoll. Auch wenn die Begründungen des glykämischen Indexes einleuchtend erscheinen, sind die Stoffwechselvorgänge im Organismus viel komplexer. Die Aussagen über den glykämischen Index in Zusammenhang mit dem Hormon Insulin finden zunehmend bei Ernährungsmedizinern und Ernährungswissenschaftlern an Bedeutung. Der reichliche Verzehr von Vollkornprodukten liefert ausreichend Ballaststoffe. Der Verzicht auf Zucker und weißes Mehl ist als positiv zu beurteilen. Das Verbot von Kartoffeln sowie der Verzehr von drei Eiern als Zwischenmahlzeit ist ernährungswissenschaftlich nicht haltbar. Kartoffeln, Nudeln und Reis sind fettarme Lebensmittel, die gut sättigend sind und bei einer Diät nie fehlen sollten. Der hohe Fett- und Eiweißgehalt entspricht nicht den Empfehlungen. Bei der Montignac-Methode wird keine Änderung der sportlichen Betätigung gefordert. Ein gewisser Lerneffekt tritt während der Diätdurchführung ein.
Als Dauerkost geeignet:
Nein
Nährstoffmangel:
Nein
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Jein
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Jein
Lerneffekt:
wenig
Bewertung:
eingeschränkt empfehlenswert

Null-Diät/Totales Fasten

Bei der Null-Diät wird vollständig auf die Zufuhr fester Nahrung verzichtet. Die Trinkmenge wird auf drei bis vier Liter pro Tag gesteigert, um eine optimale Ausscheidung der Stoffwechselprodukte zu gewährleisten. Ausschließlich kalorienfreie Getränke, wie Mineralwässer, ungesüßter Tee und Kaffee sind zu trinken. Auch Gemüse- und Obstsäfte sowie Gemüsebrühen sind teilweise erlaubt. Die Null-Diät ist eine extreme Gewichtsreduktionsmethode, die sehr belastend für Herz und Kreislauf ist. Viele Todesfälle sind bekannt und daher sollte die Null-Diät nicht mehr durchgeführt werden. Störungen des Mineral- und Flüssigkeitshaushaltes sowie der Harnsäureausscheidung sind vorprogrammiert. Es kann zu Bildung von Gallen- und Nierensteinen kommen. Bei Nierenfunktionsstörungen, rheumatischen Erkrankungen, Diabetes und Herz-Kreislauf-Problemen darf die Nulldiät nicht angewandt werden. Die Null-Diät sollte daher nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. Bei der Nulldiät werden praktisch keine Kalorien aufgenommen, wodurch sich ein extremer Mangel an allen Nähr-/ Wirkstoffen ergibt. Bei der Null-Diät wird hauptsächlich Gewicht durch den Verlust von Wasser und Protein (40 Prozent) verloren. Die Stoffwechseländerung während der Diät führt zum Jo-Jo-Effekt bei späterer Umstellung auf die normale Kost. Während der Diät sinkt der Grundumsatz, da der Körper kaum Nahrung verwerten muss. Der Körper schätzt die Diät wie eine Hungersnot ein und gewöhnt sich an die geringe Kalorienzufuhr. Wird nach der Diät wieder normal gegessen, kann der verlangsamte Stoffwechsel die Nahrungszufuhr nicht mehr so schnell verwerten, wodurch man wieder an Gewicht zulegt. Die Nulldiät ist als sehr gefährlich einzustufen und somit noch gefährlicher als die Fastenmethoden. Negativ sind auch der ausbleibende Lerneffekt bezüglich gesunder Ernährung und sportlicher Betätigung.
Als Dauerkost geeignet:
Nein
Nährstoffmangel:
Ja
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Nein
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Nein
Lerneffekt:
Nein
Bewertung:
nicht empfehlenswert

Pfunds-Kur

Bei der Pfunds-Kur sind grundsätzlich alle Lebensmittel erlaubt. Die Fettaufnahme der Nahrungsmittel wird bei dieser Diät auf maximal 60 Gramm pro Tag reduziert, während die Kohlenhydrataufnahme leicht gesteigert ist. Anstatt Kalorien werden hier "Fettaugen" gezählt. Der Speiseplan kann anhand einer "Fettaugentabelle" individuell gestaltet werden. Die Dauer der Pfunds-Kur beträgt meist zehn Wochen. Die Reduktion der Fettzufuhr zur Reduzierung des Übergewichtes ist ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar. Die Pfunds-Kur basiert auf einer fettarmen und kohlenstoffreichen Mischkost, wodurch sich keine Mangelerscheinungen an Nährstoffen ergeben. Diese Diät ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht als sinnvoll zu bewerten. Die Rezepte der Pfunds-Kur sind einfach nachzukochen. Tipps zu sportlichen Aktivitäten werden gegeben und ein guter Lerneffekt tritt auf.
Als Dauerkost geeignet:
Ja
Nährstoffmangel:
Keine
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Ja
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Ja
Lerneffekt:
Ja
Bewertung:
sehr empfehlenswert

Punkte-Diät/Nutripoints

Nicht Kalorien, sondern Nutripoints (Ernährungspunkte) werden gezählt. Die Punkte verdeutlichen den Nährstoffgehalt und ermöglichen die Bewertung der Lebensmittel. Dadurch soll eine langfristige, gesunde Ernährung erlernt werden. In den Nutripoints wird der Bedarf des Körpers an Nährstoffen berücksichtigt, da die Nährstoffempfehlungen mit einberechnet werden. Die Lebensmittel werden mit einem Punkteschema eingeteilt: Hohe Punktzahlen haben kohlenhydratreiche, niedrige dagegen eiweiß- und fettreiche Lebensmittel. Allgemein kann man sich die Regel merken: Je mehr Nutripoints ein Lebensmittel hat, desto positiver ist das Lebensmittel zu beurteilen (zum Beispiel Gemüse). Grundsätzlich soll auf die Einnahme von Kohlenhydraten verzichtet werden, da das Übergewicht auf einer Störung des Kohlenhydratstoffwechsels basieren soll und nicht auf Überernährung. Die drastische Verzerrung der Nährstoffrelation führt zur Ketonämie. Stoffwechselstörungen, wie erhöhter Harnsäurespiegel und Hyperlipoproteinämie können als Folge auftreten. Ein Nährstoffmangel an Kohlenhydrate, eventuell Mineralstoffe und Vitamine kann auftreten. Die Zuordnung der Nutripoints ermöglichen dem Abnahmewilligen der Diät eine erleichterte Bewertung der Lebensmittel. Die Fett- und Eiweißzufuhr ist zu hoch, wodurch die Cholesterolaufnahme und Fettsäurezufuhr überhöht ist. Die Kohlenhydratzufuhr fällt zu gering aus. Insgesamt ist die Nährstoffzufuhr unausgewogen mit Mineralstoff- und Vitaminmangelzuständen. Die Rezepte der Diät gestalten sich für Einzelpersonen recht schwierig zum Nachkochen. Das Nachschlagen in den Nutripointlisten ist zu Anfang recht mühevoll. Tipps zur Ernährungsumstellung und zur sportlichen Betätigung werden nicht gegeben
Als Dauerkost geeignet:
Nein
Nährstoffmangel:
wenig
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Ja
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Nein
Lerneffekt:
Ja
Bewertung:
eingeschränkt empfehlenswert

Reis-Diät

Bei der Reisdiät wird vorwiegend Reis mit Apfelmus verzehrt. Nach vier Wochen kann Gemüse und Fisch ergänzt werden. Der maximale Kaloriengehalt beträgt 1000 Kilokalorien pro Tag. Ein Nährstoffmangel an Eiweiß, Vitamine, Mineralien, zusätzlich Ballaststoffe und Vitamin B bei ausschließlichem Verzehr von poliertem Reis kann auftreten. Für die Reis-Diät gibt es keinerlei wissenschaftlichen Hintergrund. Die Reis-Diät führt zu einem erhöhten Flüssigkeitsverlust und zu einem Muskelabbau, wodurch der Organismus die Muskeln als Eiweißquelle nutzt. Durch die sinkende Muskelmasse sinkt der Grundumsatz und der Jo-Jo-Effekt ist unvermeidbar. Die Reis-Diät ist ernährungsmedizinisch nicht nachvollziehbar, da sie extrem einseitig ist. Die Durchführung der Diät ist einfach und preiswert. Eine Umstellung der Ernährung wird nicht erlernt. Die rasche Gewichtsabnahme bei der gesundheitsgefährdenden Reis-Diät basiert hauptsächlich auf einem Wasserverlust durch den hohen Kalium- und den niedrigen Natriumanteil. Sport spielt keine Rolle.
Als Dauerkost geeignet:
Nein
Nährstoffmangel:
Ja
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Nein
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Nein
Lerneffekt:
Nein
Bewertung:
nicht empfehlenswert

Saftfasten

Beim Saftfasten werden ausschließlich frisch gepresste Obst- und Gemüsesafte, sowie Gemüsebrühen verzehrt. Der Energiegehalt pro Tag liegt bei 300 Kilokalorien. Zusätzlich sollten zwei bis drei Liter Wasser getrunken werden. Ein Nährstoffmangel aller Nähr- /Wirkstoffe kann auftreten. Das Saftfasten basiert auf keiner ernährungswissenschaftlichen Grundlage. Das Saftfasten ist ernährungsmedizinisch nicht sinnvoll. Die zugeführten Flüssigkeiten sind einseitig zusammengesetzt und insgesamt besteht ein extremer Mangel an allen Nähr-/ Wirkstoffen und Energie. Durch den Eiweißmangel baut der Organismus Muskeln ab. Der Grundumsatz sinkt und durch den Jo-Jo-Effekt nimmt man schließlich wieder an Gewicht zu. Durch die Mangelversorgung an Nährstoffen ist das Saftfasten als gesundheitsgefährlich einzustufen. Ein Lerneffekt bezüglich gesunder Ernährungsweise tritt nicht ein. Sportliche Betätigung wird beim Saftfasten nicht berücksichtigt.
Als Dauerkost geeignet:
Nein
Nährstoffmangel:
Ja
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Nein
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Nein
Lerneffekt:
Nein
Bewertung:
nicht empfehlenswert

Schroth-Kur

Meist wird die Schroth-Kur drei bis vier Wochen stationär in Kurkliniken durchgeführt. Der Diätplan wird in drei Trocken- und vier Trinktage pro Woche gegliedert. An den Trockentagen werden alte Brötchen, Getreidebrei und keine Flüssigkeit, außer ein Achtel Liter Wein, verzehrt. An den Trinktagen werden Tee, Suppe und maximal ein Liter Wein getrunken. Grundsätzlich verboten sind Wasser und Fruchtsäfte. Nachts werden feuchte Wickel angewendet, die die Entschlackung fördern sollen. Das Ziel der Kur sind Reinigung und Entschlackung des Körpers, wodurch sich einige Erkrankungen bessern sollen und das Gewicht reduziert werden kann. Ein Nährstoffmangel an Eiweiß, Vitaminen, Mineralstoffen, Flüssigkeit kann auftreten. Stoffwechselprodukte werden nicht im Körper als Schlacken abgelagert, sondern über die Nieren ausgeschieden. Die Schroth-Kur ist somit als wissenschaftlich unhaltbare Methode zu beurteilen. Während der Kur kommt es zu einer Mangelversorgung an Vitaminen, Eiweiß, Mineralien. Insgesamt ist die Flüssigkeitszufuhr zu gering und der Alkoholkonsum zu hoch. Die einseitig zusammengesetzte Kost führt zu einer Belastung des Stoffwechsels. Die Schroth-Kur ist ernährungsmedizinisch nicht sinnvoll. Der Proteinmangel führt zum Jo-Jo-Effekt und somit zur Gewichtszunahme. Eine Umstellung der bisherigen falschen Ernährungsweise wird nicht erlernt. Die Durchführung der Schroth-Kur ist als gesundheitsgefährlich einzustufen. Sportliche Betätigung wird im Zusammenhang mit der Kur nicht erwähnt.
Als Dauerkost geeignet:
Nein
Nährstoffmangel:
Ja
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Nein
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Nein
Lerneffekt:
Nein
Bewertung:
nicht empfehlenswert

Strunz-Diät

Bei der Strunz-Diät wird viel Obst und Gemüse sowie Eiweißquellen, die mager sind (zum Beispiel Magerjoghurt), empfohlen. Ausdauersport ist von außerordentlicher Bedeutung. Er kurbelt den Stoffwechsel an und die Nährstoffe können optimal verbrannt werden. Durch den Sport soll besonders das Fett in den Fettzellen verbrannt werden. Herr Strunz empfiehlt Laufen, bei dem 70 Prozent aller Muskeln zum Einsatz kommen, als optimale Sportart für die Gewichtsreduktion. Durch den Sport werden Muskeln aufgebaut, wodurch im Ruhezustand dann auch mehr Energie verbrannt wird. Nach dem regelmäßigem Sport verlangt der Körper, laut Strunz, automatisch nach Nahrungsmitteln, die reichlich Kohlenhydrate und Eiweiße enthalten und weniger nach fettreichen Lebensmitteln. Zum Einstieg in die Gewichtsreduktion empfiehlt Dr. Strunz bei Übergewichtigen proteinmodifiziertes Fasten und die Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen, da bei ihnen der Bedarf erhöht ist. Nach ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen ist die Kombination einer ausgewogenen Ernährung mit Sport unerlässlich für eine langfristige Gewichtsreduktion. Die Zufuhr einiger Nähr-/ Wirkstoffe entspricht nicht immer den wissenschaftlichen Empfehlungen der Ernährungswissenschaft, erscheint aber angebracht, da während einer Gewichtsreduktion ein erhöhter Bedarf besteht. Die Kombination von einer fettreduzierten Kost mit einem hohen Obst- und Gemüseanteil und sportlicher Aktivität ist ernährungsmedizinisch sinnvoll. Laut Strunz erhöhen sich durch die Diät auch Denkfähigkeit, Fitness und Schönheit. Ein Lerneffekt tritt durch die ungefährliche Diät auf.
Als Dauerkost geeignet:
Ja
Nährstoffmangel:
Keine
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Ja
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Ja
Lerneffekt:
Ja
Bewertung:
empfehlenswert

Vollweib-Diät

Christine Neubauer beschreibt mit ihrer Vollweib-Diät, wie sie zu ihrem heutigen Gewicht gefunden hat. Besonders wichtig ist ihr die Tatsache sich wohlzufühlen und sich nicht an gängigen Schönheitsidealen zu orientieren. In der Diät stellt die Schauspielerin fünf Regeln auf, an die sich gehalten werden soll: 1. mit Lust essen, 2.wenig Fett, 3. kaum Zucker, 4. kein weißes Mehl und 5. regelmäßige Bewegung. Die Vollweib-Diät zielt auf eine gesunde Ernährungsumstellung ohne Kalorienzählen mit abwechslungsreichen Rezepten. Die Vollweib-Diät ist eine Anleitung zur gesunden Dauerernährung ohne den eigentlichen Diätcharakter mit beispielsweise eingeschränkter Kalorienzufuhr. Die Gerichte orientieren sich am glykämischen Index. Zucker und Weißmehlprodukte haben beispielsweise einen hohen glykämischen Index. Der Organismus schüttet zum Ausgleich des hohen Indexes vermehrt Insulin aus, dass die Fettverbrennung hemmt. Grundsätzlich wird viel Obst und Gemüse, besonders Hülsenfrüchte, einmal wöchentlich Fleisch und mehrmals wöchentlich Fisch, sowie Vollkornprodukte und Bevorzugung von pflanzlichen gegenüber tierischen Fetten empfohlen. Das Konzept der Vollweib-Diät, eine vernünftige Ernährungsumstellung und sportlicher Betätigung zu kombinieren, ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nachvollziehbar. Viele hilfreiche Tipps, die auch die psychologische Situation einbeziehen, werden zur dauerhaften Ernährungsumstellung und damit Gewichtsreduktion gemacht. Die Zusammensetzung der Kost bei der Vollweib-Diät ist ernährungswissenschaftlich sinnvoll. Lediglich die Einbeziehung von Milchprodukten könnte noch verstärkt werden. Ein Lerneffekt hinsichtlich gesunder Ernährung wird durchaus erreicht. Positiv ist auch die Berücksichtigung von sportlichen Aktivitäten (insbesondere Fitness-Übungen).
Als Dauerkost geeignet:
Ja
Nährstoffmangel:
Keine
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Ja
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Ja
Lerneffekt:
Ja
Bewertung:
empfehlenswert

Weight Watchers-Programm

Die Mitglieder des Weight Watchers-Programm treffen sich wöchentlich. Bei den Weight Watchers werden keine Kalorien gezählt, sondern ein Punktesystem, das auch Fertiggerichte erfaßt, wird zur Hilfe genommen. Bei den Gruppentreffen stellt sich jeder Teilnehmer seinen Ernährungsplan innerhalb eines individuellen Punktekontos selber zusammen. Verzehrt wird eine kalorienreduzierte Mischkost mit einem Normalplan von zirka 1200 Kilokalorien pro Tag oder einem reduzierten Plan von zirka 900 Kilokalorien pro Tag, wobei keine Mahlzeit ausgelassen werden darf. Die Führung eines Ernährungsprotokolls und Steigerung der Motivation durch die wöchentlichen Gruppentreffen unterstützen die Teilnehmer psychologisch. Die Kombination von kalorienreduzierter Mischkost und wöchentlicher Betreuung in der Gruppe ist als sinnvoll zu beurteilen. Die Ernährung des Weight Watcher-Programms ist ernährungsmedizinisch sinnvoll, da eine ausgewogene, kalorienkontrollierte und fettreduzierte Mischkost verzehrt wird. Das Programm wird den aktuellen ernährungsmedizinischen Erkenntnissen angepasst. Durch das Weight Watcher-Programm ist eine dauerhafte Umstellung der Ernährung und eine dauerhafte Gewichtsreduktion möglich. Besonders Menschen mit wenig Selbstdisziplin profitieren durch die entstehende Gruppendynamik vom Konzept der Weight Watchers. Ein guter Lerneffekt tritt ein. Tipps zur sportlicher Betätigung werden gegeben.
Als Dauerkost geeignet:
Ja
Nährstoffmangel:
Keine
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Ja
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Ja
Lerneffekt:
Ja
Bewertung:
empfehlenswert

Wundersuppen-Diät/Magic Soup

Bei der Wundersuppen-Diät wird täglich eine Suppe aus verschiedenen Gemüsesorten und zirka zwei Litern Wasser gekocht, die während des Tages verzehrt wird. Die Suppe soll zu einem erhöhten Fettabbau führen, denn um die Suppe zu verdauen, muss der Körper mehr Energie zuschießen, als die Suppe enthält. Und die bekommt er aus den Fettpolstern. Ein Nährstoffmangel an Fett, Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe, besonders Eisen, Zink, Jod und Kohlenhydrate kann auftreten.Die Annahme, dass lediglich aus Gemüse gekochte Suppen zu einem erhöhten Fettabbau führen können, ist aus ernährungsmedizinischer Sicht nicht nachvollziehbar. Die Suppe enthält lediglich einen geringen Anteil an Ballaststoffen und Kohlenhydraten und ist daher zu einseitig. Der Energiegehalt ist extrem niedrig, wodurch sich der Körper auf Hungerzeiten einstellt, Muskeln abbaut und der Jo-Jo-Effekt nach der Diät verstärkt wird. Eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten wird durch diese gesundheitsgefährdende Diät nicht erreicht. Hinweise zu einer sportlichen Betätigung werden nicht gegeben.
Als Dauerkost geeignet:
Nein
Nährstoffmangel:
Ja
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Nein
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Nein
Lerneffekt:
Nein
Bewertung:
nicht empfehlenswert

Zitronensaft-Kur

Bei der Zitronensaft-Kur wird täglich der verdünnte Saft von drei bis sechs Zitronen mit zirka 18 Löffeln Ahornsirup (hoher Zuckergehalt) und etwas Cayennepfeffer getrunken. Mindestens zwei bis drei Liter pro Tag sollen getrunken werden. Magen- und Darm-Beschwerden können durch die ungewohnte Säurezufuhr auftreten. Die Gewichtsreduktion erfolgt lediglich durch die vermehrte Wasserausscheidung. Das Ziel der Kur ist die Normalisierung des Stoffwechsels. Bei der Zitronensaft-Kur werden absurde Thesen aufgestellt, die keinen wissenschaftlichen Bezug aufweisen. Geradezu gefährlich ist die Aussage, dass untergewichtige Personen mit Hilfe der Zitronensaft-Kur sogar zunehmen sollen. Auch die Annahme, dass Ahornsirup sämtliche Vitamine und Mineralien enthalte, ist wissenschaftlich nicht zu vertreten. Aus ernährungsmedizinischer Sicht ist von der Zitronensaft-Kur abzuraten, da die äußerst geringe Kalorienzufuhr von 200 Kilokalorien fast ausschließlich in Form von Kohlenhydraten zugeführt werden und die Kur somit extrem einseitig ist. Durch den Muskelabbau tritt schließlich der Jo-Jo-Effekt auf. Die Durchführung der Kur ist einfach, aber gesundheitsgefährlich. Ein Lerneffekt tritt nicht ein. Tipps zur sportlichen Betätigung fehlen.
Als Dauerkost geeignet:
Nein
Nährstoffmangel:
Ja
Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar:
Nein
Ernährungswissenschaftlich sinnvoll:
Nein
Lerneffekt:
Nein
Bewertung:
nicht empfehlenswert

Diät – die richtige Fitness-Ernährung

Posted by: admin | Posted on: Januar 28th, 2012 | 0 Comments

Unser Körper passt sich an. Es ist ein Irrglaube, daß manche Menschen essen können was sie wollen, ohne zuzunehmen und andere schon wenn sie ein stück Kuchen ansehen ein Kilo mehr auf die Waage bringen. Obwohl es eine Tatsache ist, daß einige Menschen relativ viel essen und Ihr Gewicht halten und andere sehr wenig essen und trotzdem zunehmen, kann man davon ausgehen, dass sich der Organismus bei allen ziemlich ähnlich verhält. Von verschiedenen Stoffwechselstörungen abgesehen, ist jede Gewichts-Zu oder Abnahme eine optimale Anpassung des Körpers an die äußeren Einflüsse. Je weniger man isst, desto mehr Reserven wird der Körper anlegen! Es empfiehlt sich, den Körper immer ausreichend mit allen Nährstoffen zu versorgen, um Stoffwechselstörungen vorzubeugen und das anlegen von Reserven überflüssig zu machen. Man sollte an den Mangel denken, so löst man den selben Mechanismus aus, wie wenn man einen Mangel tatsächlich erleidet! Das bedeutet automatisch Stress für den Organismus mit allen negativen folgen! Es ist wichtig sich spielerisch und mit Freude zu bewegen. Damit erhöht man den Grundumsatz und die Ausschüttung von Glückshormonen. Von Vorteil wäre die Muskulatur zu kräftigen. Auch dadurch erhöht man den Grundumsatz, verbessert die Haltung und beugt Gelenk und Rückenschmerzen vor. Diät

Mangelernährung und Radikalfängerdefizite:

Durch jahrelange Ernährungsfehler produzierte Übersäuerung des Gewebes löst umfangreiche Stoffwechselstörungen hervor, die den Körper zwingen, die Schlacken die nicht abgebaut werden können, mit Fett abzupuffern um größere Schädigung des Gewebes zu verhindern. Gemeinsam ist bei fast allen Diäten, dass sie im Ergebnis Mangel- oder Fehlernährung beinhalten. Wird also eine Abmagerungskur oder sonstige Diät durchgeführt, sollte unbedingt darauf geachtet werden, daß durch antioxidative Nahrungsergänzung einer gewissen "Selbstvergiftung" entgegengewirkt wird. Die reduzierte Kost während der Diät führt ohnehin schon zu Defiziten an Antioxidanten, weil der Stoffwechsel auf "Sparflamme" geht, die Leber weniger Radikalfänger produziert. Der erhöhte Schadstoffanfall während einer Abmagerungsdiät entsteht durch Kalorienreduzierung. Erklärend hierzu: Ein Fettüberschuß ist u.a. deswegen kritisch, weil er den Organismus auf mehreren Ebenen schwächt. Wichtig ist bei der hier interessierenden Betrachtung die Tatsache, daß die vom Körper gebildeten Fettdepots auch als Zwischenablage für lipophile (fettliebende) Schadstoffe benutzt werden. Bei jeder Kalorienreduzierung, die zur Auflösung der Fettdepots führt, werden diese Gifte wieder freigesetzt und belasten den ohnehin schon geschwächten Organismus. Das Radikalfängerdefizite und insbesondere Q10-Defizite durch Diäten begünstigt werden, ist durch entsprechende Labormessungen wissenschaftlich erhärtet. Wie man aber auch weiss, ist ein Defizit an Mikronährstoffen ein Gefahrenpunkt erster Ordnung für unsere Gesundheit. Auf keinen Fall sollte man gegen seinen Körper kämpfen, sondern erlernen ihn zu Verstehen. Die bekanntesten Radikalfänger sind Vitamin E und Vitamin C.

Diäten und der JOJO-Effekt:

Es ist vollkommen gleichgültig, wie die Diät heisst, sie lößt immer den selben Anpassungsmechanismus aus. Durch die Reduktion der Nahrungsaufnahme erhält der Körper das Signal "Hungersnot". Um eine, für das Überleben notwendige Energiereserve nicht sofort aufzubrauchen, reagiert der Körper mit einer Absenkung des Grundumsatzes. Der Stoffwechsel wird optimiert und schaltet auf Sparflamme. Der Grundumsatz kann dabei bis zu 40% absinken. In weiterer Folge wird Muskulatur abgebaut um auch hier noch Energie einzusparen. Sobald man wieder ausreichend isst, werden zunächst einmal die Fettreserven vergrößert um für eine weitere "Hungerperiode" besser gerüstet zu sein. Dadurch wird das Gewicht natürlich wieder ansteigen und oft über das Ausgangsgewicht hinaus. Man kann diesen Vorgang wiederholen und hat immer das selbe Ergebniss, egal mit welcher "Diät". Man verändert mit jedem mal das Verhältniss von aktiver Körpermasse (Organe,Muskulatur) zu passiver Körpermasse (Fett) zu gunsten der passiven Körpermasse. Im Klartext: Man erhöht den Körperfettanteil!

Glykämischer Index:

Lebensmittel und Getränke sorgen dafür das das Blutzuckerhormon Insolin ausgestoßen wird. Manche Lebensmittel mehr andere weniger. So lange Insulin im Blut schwimmt, kann der Körper kaum Fett abbauen. Wer abnehmen möchte sollte deshalb Lebensmittel mit niedrigem Glykämischem Index essen bzw. trinken. Glykämischer Index von Lebensmitteln

Psyche-die Lösung:

Man sollte erlernen mit Freude zu Leben. Wenn man ständig daran denkt, dass man vom essen zunimmt, so wird es auch so sein. Wenn man daran denkt, dass man nicht soviel essen darf, gibt man dem Körper das Signal "reserven anlegen".

Ernährung:

Der Körper muss immer ausreichend mit allen Nährstoffen versorgt werden. Es sollten öfter eine Kleinigkeit zwischendurch gegessen werden! Wenn man über einen längeren Zeitraum den Körper nicht mehr mit Kohlenhydraten versorgt, kommt man in die gleiche Stoffwechselsituation wie bei einer Diät. Der Körper sollte mit ausreichend Vitamin C versorgt werden! Vitamin C ist das einzige Vitamin, daß wir auch bei einer ausgeglichenen, abwechslungsreichen Ernährung kaum ausreichend zuführen können. Es empfiehlt sich genug zu trinken! Damit der Stoffwechsel funktionieren kann benötigt man mindestens 2,5 Liter pro Tag!!

Bewegung:

Ohne Bewegung erschlafft die Muskulatur und wird, da man sie ja nicht benötigt wird, abgebaut. Dadurch verringert sich aber auch der Grundumsatz und bekommt Schwierigkeiten den Organismus ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen, ohne dabei gleichzeitig zuviel Energie aufzunehmen, die dann nicht mehr verbraucht wird und dann als Fett gespeichert wird. Es empfiehlt sich die Muskulatur zu kräftigen und man sollte sich mindestens eine halbe Stunde pro Tag an der frischen Luft bewegen. Sehr gute Erfolge erzielt man durch die Kräftigung der Beinmuskulatur. Wenn man es sich zusätzlich angewöhnt Treppen zu steigen oder mal ein paar Meter mehr zu Fuss geht, verbraucht man ungleich mehr Energie und es beginnt Spaß zu machen sich zu bewegen.

Ziele und Vorgehensweise:

Man braucht ein Ziel! Je intensiver man sich das Bild vorstellt und je mehr man sich damit identifiziert desto wahrscheinlicher ist es, dass man es auch erreicht. Man sollte sich kurzfristige Ziele setzen, die man schnell erreichen kann, da man sonst die Motivation verlieren kann. Es empfiehlt sich mit dem Flüssigkeitshaushalt zu beginnen. Es sollte mindestens 2,5-5 liter/Tag getrunken werden. Man erkennt schon nach kurzer Zeit eine Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens. Gleichzeitig kann man den Körper mit 3-5 Gramm Vitamin C versorgen. Das hat noch viele weitere Vorteile über die im Bereich Gesundheit noch näher eingegangen wird. Die Ernährung sollte langsam umgestellt werden. Als ersten Schritt könnte man damit beginnen Weißmehl durch Vollkornprodukte zu ersetzen. Dabei darf man nicht vergessen , darauf zu achten, dass das Essen auch weiterhin schmecken sollte. Wenn man etwas isst, weil es "gesund" ist, dann werden man es nicht sehr lange machen und wird eine dauerhafte Umstellung verfehlen. Der nächste Schritt könnte z.B. eine gründliche Entsäuerung und Remineralisierung sein. Auch das ist eine Maßnahme, deren Erfolg sehr schnell wirkt. Von weiteren Gesundheitlichen Vorteilen abgesehen, wird es sich auch im Stoffwechsel bemerkbar machen und sich dem Ziel wieder einen Schritt näher bringen. Als nächstes kann man damit beginnen, jeden Tag eine Stunde PowerWalking zu machen. (oder auch jede andere körperliche Betätigung) Weiterhin empfiehlt sich die Muskulatur zu stärken und damit den Grundumsatz zu erhöhen. Durch die Regeneration nach einem Krafttraining hat man automatisch auch einen erhöhten Grundumsatz. Je nach Ernährungsgewohnheiten, ist es durchaus auch sinnvoll am Anfang mit Nahrungsergänzungen zu arbeiten.

Erfolgsgarantien:

Erfolg ist nichts weiter als das, was erfolgt. Wenn man die richtigen Ursachen setzt, wird auch der gewünschte Erfolg erzielt. Aber auch wenn man die falschen Ursachen vorraussetzt, wird man Erfolg haben. Auf jede Ursache erfolgt nämlich etwas. Es liegt an einem selbst, die Ursachen für den Erfolg zu setzen.Essen, Trinken, Denken und Handeln muss man selbst. Wieviel man tut, liegt bei jedem selbst. Je mehr man umsetzt, desto schneller kommt man ans Ziel. Welches Ziel man sich setzt und wie schnell man dieses erreichen will muss man selbst entscheiden. Es gibt noch viele "Tricks" um das Gewicht schnell zu ändern. Die Grundsätze bleiben aber immer die selben. Man kann natürlich durch Intensives Training, Ernährung und evtl. Technischen Hilfsmitteln noch wesentlich mehr machen als hier beschrieben. Der wichtigste Grundsatz ist immer daren zu denken, alles was man tut sollte Spaß machen und die Lebensqualität steigern. Wenn seine Lebensqualität darunter leidet, dann macht man das allerwichtigste Falsch.

Körperfettanteil:

Hier werden die häufigsten Fehler gemacht. Oft wird in Fitness Studios oder von vielen Beratern ein FATBURN Training empfohlen. Geht man davon aus, dass dieses Training optimal durchgeführt wird. D.H. man trainiert im optimalen Bereich mit einer entsprechenden Kontrolle um eine optimale Fettverbrennung zu erreichen. Beispiel: männlich, 70kg im optimalen Bereich werden ca. 600kcal/h verbraucht, davon sind 50% aus der Fettverbrennung, das entspricht 300kcal/h Fettkalorien. Das sind bei einem Brennwert von ca. 7,5kcal/gramm etwa 40gramm Fett. Um 400 gramm Fett zu verbrennen müsste man also mindestens 10 Stunden trainieren. Bei einem täglichen Training von 1 Stunde kommt man so auf ca. 1,2 kg im Monat. Doch wer trainiert täglich mindestens eine Stunde? Aber eine Dauerhafte Lösung ist das in den seltensten Fällen. Mit Muskelaufbautraining kann man bei 30 min 3x/Woche wesentlich effektiver etwas erreichen. Man wird dadurch keine Muskelberge züchten, sondern vielmehr durch Aufbau von Muskulatur den Grundumsatz erhöhen. Je mehr Muskulatur vorhanden ist, desto mehr Energie verbraucht man. Wenn man dann zusätzlich noch Fatburn training macht, hat man das als zusätzlichen nutzen. Als Nebeneffekt bekommt man ein gutes Körpergefühl das ungemein motivierend sein kann obwohl keine grossen Erfolge auf der Waage zu sehen sind.

Auswirkungen:

Neben der Entlastung der Gelenke und einer besseren Haltung wird auch noch dauerhaft aktive Körpermasse aufgebaut die dann später mit noch geringerem Aufwand gehalten werden kann. Damit kann langfristig das Gewicht gehalten werden und man braucht sich keine Gedanken über JOJO-Effekte oder Diäten zu machen.

15 Tipps und Kniffe:

Befolgt man nur ein paar- so purzeln schon bald die Pfunde. 1. Alles ist erlaubt: Man sollte sich nie sein liebstes Leckerli verbieten. Wenn man auf die Menge achtet ist es kein Drame. Dabei empfiehlt es sich das schlechte Gewissen zu vergessen. 2. Hilfestellung von Partnern: Es empfiehlt sich einen Partner oder den Partner um Hilfe zu bitten. Die Solidarität und sein Wohlwollen ist ein wichtiger Faktor duchzuhalten. 3. Leere Teller: Die Einstellung, der Teller muß leer gegessen sein, sollte vergessen werden. Es empfiehlt sich sein Sättigungsgefühl neu zu erlernen. Aufhören mit dem essen wenn man satt ist und nicht wenn der Teller leer ist. 4. Futtern im gehen und stehen: Es ist wichtig beim essen zu sitzen und nicht die Mahlzeit beim gehen zu verschlingen (z.B. beim kochen oder einkaufen). Einerseits verliert man schnell den Überblick wieviel man gegessen hat und andererseits setzt das Sättigungsgefühl beim gehen oder stehen später ein. 5. Kleine Portionen: Wie schon im ersten Punkt erwähnt darf man alles essen. Wenn man die Portionen minimiert kann man ruhig schlemmen. 6. Schlusspunkt setzten: Nach dem Essen empfiehlt es sich einen Schlusspunkt zu setzten. Zähneputzen oder eine andere Riete soll helfen sich innerlich darauf einzustellen, dass die Mahlzeit abgeschlossen ist und man nicht noch etwas futtert. 7. Einfach Essen: Es ist sehr wirkungsvoll einfach nur zu essen. Keine Zeitung, fernsehen oder etwas das ablenken könnte.Dadurch stellt sich das Sättigungsgefühl eher ein und man lernt richtig zu schmecken und das Essen wieder mehr zu genießen. 8. Keine Hamsterkäufe: Süssigkeiten, Chips und Kalorienbomben sotten nur in geringen Mengen eingekauft werden. Wer einen Scharnk voller Leckereien hat wird ihn auch schnell wieder leeren. Wer mit vollem Magen einkaufen geht entwickelt keine so grossen Gelüste nach den so beliebten Snacks. 9. Vorsicht bei Buffets: Auch wenn alles lecker aussieht und man alles probieren möchte, sollte man den Überblick behalten was man schon einmal genommen hat und wieviel davon. 10. Nachtaktivität: Die letzte Mahlzeit sollte nicht nach 20 Uhr eingenommen werden. Auch die Schränke sollten geschlossen bleiben. Eine halbe Tüte Chips birgt 400 Kalorien und ca. 30 Gramm Fett. 11. Kantinenessen: In Kantinen und Restaurants ist es besonders schwer sich gesund und fettarm zu essen. Es empfiehlt sich, sein Essen öfter selber zu kochen. Man entdeckt die Freude am kochen und genießt das Essen umso mehr. 12. Beeinflussung: Wenn man mit Personen ißt die nicht auf ihre Ernährung achten und der Futterneid aufkommt, empfiehlt es sich , eher allein zu essen um sich nicht beeinflussen zu lassen. 13. Zuckerfrei: Ein Trick bei seiner Ernährung wäre alle zuckerhaltigen Lebensmittel zu reduzieren. Alternativen wie Nüsse, Salzstangen oder Früchte können ohne Bedenken verzehrt werden. 14. In Ruhe essen: Viele Menschen kommen erst beim Essen erst zur Ruhe. Dadurch wird oft mehr verzehrt als nötig. Also eine wichtige Regel wäre: Vor dem Essen erst zur ruhe kommen und dann loslegen. 15. Die Reiz-Mahlzeit: Die Mahlzeiten sollten die Geschmacksnerven reizen und nicht nur als Einheitsbrei gelten. Damit wird das Bedürfniss nach zusätzlichen Reizen also Snacks gemindert. Durch Kräuter, Früchte oder Asia-Food können die normalen Mahlzeiten aufgewertet werden.

Trinken beim Sport

Posted by: admin | Posted on: Januar 22nd, 2012 | 0 Comments

Training und Trinken!! Aber was? Warum trinken wir eigentlich? Um nicht zu verdursten ist wohl der häufigst genannte Grund. Natürlich auch weil wir gerade so Durst haben, oder weil das Getränk einfach gut schmeckt. Aber wenn man sich einmal klar macht wofür das Wasser das wir trinken noch so gut ist dann wird einem schnell klar, dass Wasser eine ganze Menge mehr kann als uns nur vor dem Verdursten zu bewahren. Jede chemische Reaktion in Ihrem Körper, einschließlich der Energieproduktion, findet im Umfeld von Wasser statt. Wenn Ihr Blut, Ihre Muskeln und andere Organe nicht die optimale Menge Wasser erhalten, dann werden sie unter Belastung einfach nicht mehr richitg funktionieren und nicht die volle Leistung bringen. Schon ein Flüssigkeitsverlust über den Schweiß von 2% des Körpergewichts kann die körperliche Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigen. Sie wiegen 70 Kilo und machen eine Stunde lang intensiv Sport? Dann verliert Ihr Körper in dieser Zeit fast 1,4 Liter an Flüssigkeit. Enthalten sind in diesem Schweiß eine Menge an Mineralstoffen und Spurenelementen ( Salze ), welche wir unbedingt über das Trinken wieder aufnehmen müssen. "Aber ich trinke doch immer wenn ich Durst bekomme", kann man oft hören. Ihr Körper verfügt über viele wundervolle eingebaute Sicherheitssignale, die Sie warnen, ehe ein Problem überhand nimmt; aber Durst gehört leider nicht dazu. Viele Sportler können einen Flüssigkeitsverlußt von bis zu 5% ihres Körpergewichts tolerieren, ehe ihr Durst sie zum Trinken bewegt. Unglücklicherweise ist dann aber schon die schwächende Wirkung der Dehydration eingetreten. Ihr Durstgefühl hinkt leider ein wenig hinterher. Jeder Sportler sollte also sichergehen, dass er immer ausreichend mit Wasser versorgt ist und nicht erst dann zu trinken beginnt wenn er Durst bekommt. Trinken Sie nicht erst beim Sport, sondern regelmäßig über den Tag verteilt kleinere Mengen. Es hört sich im ersten Moment viel an, aber trinken sie mindestens 3 Liter Flüssigkeit am Tag. Das Bier, am Abend in der Kneipe, können sie leider nicht dazu rechnen.

Was ist denn nun das beste Getränk?

"Was ist denn nun das beste Getränk, welches ich beim Sport und allgemein trinken sollte?" Auf diese Frage gibt es leider keine eindeutig richtige Antwort. Es gibt leider nicht das Wundergetränk, auch wenn das in der Werbung oft suggeriert wird. Im Grunde genommen gilt: trinken Sie das, was Ihnen am meisten zusagt, denn nur dann werden Sie auf Dauer genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. Allerdings sollte man einige Dinge rund um die Flüssigkeitsaufnahme wissen, um dann selbst entscheiden zu können und das für sich richtige zu wählen. Getränke gelangen über die Speiseröhre zunächst in den Magen und werden dann weiter in den Darm transportiert. Im Darm werden dann Nährstoffe ( Kohlenhydrate, Eiweiß und Fette ), Flüssigkeit und Mineralien ins Blut aufgenommen. Mit dem Blut als Transporteur werden dann die Nährstoffe, die Flüssigkeit und die Mineralien zu den einzelnen Organen transportiert. Alle Stoffe die nicht verdaut werden und über den Dünndarm nicht aufgenommen werden können, gelangen in den Dickdarm und werden ausgeschieden. Leider kann man nicht unendlich viel Flüssigkeit aufnehmen. Das Limit setzt die Magenentleerungsgeschwindigkeit. Diese ist begrenzt auf etwa 1000-1200ml pro Stunde. Bei einer Belastungsintensität von über 70% nimmt dies allerdings deutlich ab. Es können nur noch geringe Mengen an Flüssigkeit aufgenommen werden. Bei gemäßigter Belastung wird empfohlen alle 15 min ca 250ml Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Dies ist die Menge die vom Körper gut aufgenommen werden kann. Bei starker Belastung sollte man die Menge ruhig auf 150-200ml alle 15 min reduzieren, da der Körper mehr einfach nicht aufnehmen kann.

Inhalte und Zusammensetzung eines guten Sportgetränkes.

Bei intensiver Belastung reicht eine reine Wasserzufuhr nicht mehr aus. Der Körper braucht in verstärktem Maße auch Kohlenhydrate. Wichtig ist nun das die Getränke gut aufgenommen werden können, um schnell zu wirken. Sind in dem Getränk mehr als 8% Kohlenhydrate enthalten, dann sinkt die Magenentleerungsgeschwindigkeit, so dass die Flüssigkeitsaufnahme reduziert wird. Wenn man sich bewußt macht, dass in Cola&Co mehr als 11% Kohlenhydrate enthalten sind wird einem schnell klar, dass Cola nicht das ware ist. Auch die berühmte Apfelschorle, oder Fruchtsäfte verlangsamen wegen ihrer organischen Fruchtsäuren die Aufnahme im Magen.

Isoton, hypoton und hyperton

Isoton, hypoton und hyperton sind Begriffe die man im Zusammenhang mit Sportgetränken häufig hört. Doch was ist das eigentlich? Alle diese Begriffe beschreiben das Verhältnis der Teilchenkonzentration von Blut und aufgenommener Flüssigkeit. Ist das Getränk isoton, dann ist die Teilchenkonzentration in etwa gleich. Das Getränk läßt sich also vom Blut sehr gut aufnehmen und kann somit schnell weiterverarbeitet werden. Bei einem hypertonen Getränk, wie etwa Cola oder Fruchtsaft, ist die Teilchenkonzentration in der Flüssigkeit viel höher als die im Blut. Der Körper muß also erst noch Wasser abgeben, um diese Flüssigkeit soweit zu verdünnen, das er sie aufnehmen kann. Für einen Sportler unter Belastung, der eigentlich all sein Wasser braucht um die volle Leistung zu bringen, ist dies das ungünstigste Getränk. Das wohl sinnvollste, neben einem isotonen, ist ein hypotones Getränk. Dieses Getränk enthält, genau wie ein isotones, Maltodextrin ( Mehrfachzucker ), wodurch die Einzelteilchenzahl deutlich verringert wird. Die Teilchenkonzentration ist hierbei geringer als die des Blutes und die Flüssigkeit kann somit sehr gut aufgenommen werden.

Natrium - wichtiger als angenommen

Ein weiterer wichtiger Aspekt eines guten Sportgetränkes ist sein Natriumgehalt. Natrium ist der mengenmäßig wichtigste Mineralstoff, der beim Schwitzen verloren geht. Natriummangel führt zu steifen Muskeln, Krämpfen, Übelkeit, stärkerer Urinausscheidung und bei starkem Mangel sogar zu Hirnödemen. Natrium bindet im Körper Wasser an sich. Es ermöglicht also die Wasserspeicherung und erhöht auch die Aufnahmefähigkeit für Kohlenhydrate. Auch akute Krämpfe beim Sport lassen sich nur mit einer Einnahme von Natrium behandeln. Magnesium während einer Belastung hat eher den gegenteiligen Effekt und begünstigt Krämpfe und Übelkeit sogar eher. Wer sein Getränk selber mit Natrium aufpeppen möchte kann z.B. einen halben Teelöffel Salz ( Natriumchlorid ) in etwa einen Liter Flüssigkeit einrühren. Nun wissen sie eine ganze Menge über Sportgetränke, ihre Aufnahme im Körper und ihre empfehlenswerte Zusammensetzung. Als gutes Sportgetränk hat sich ein stilles, natriumreiches Mineralwasser erwiesen, welches man zusätzlich noch mit Zugaben wie Maltodextrin oder etwas Fruchtzucker aufwerten sollte. Der Natriumgehalt sollte dabei auf jeden Fall über 450mg pro Liter liegen. Für Personen die sich ihr Getränk nicht selber herstellen wollen, bieten isotonische Sportgetränke, meist mit Grapefruit- oder Zitronengeschmack, eine gute Alternative.

Fett

Posted by: admin | Posted on: Januar 19th, 2012 | 0 Comments

Oft gestellte Fragen - Fett ist nicht gleich Fett

  • Welche Bestandteile der Nahrung, außer dem Cholesterin, beeinflussen LDL-Cholesterin im Blut?

    Weniger das Nahrungscholesterin als vielmehr die Art und Menge der zugeführten Fettsäuren bestimmen die Cholesterinkonzentration im Blut. Daneben beeinflußt auch auch der Ballaststoffgehalt und die Art des Proteins den Cholesterinspiegel im Blut.
  • Wie kann das Fett nach seiner Herkunft eingeteilt werden.

    Das Fett wird in - Tierisches Fett - Pflanzliches Fett eingeteilt.
  • Was sind Fettsäuren?

    Fettsäuren sind chemische Verbindungen von Kohlenstoff , Wasserstoff und Sauerstoff . Sie bestehen aus einer unterschiedlich langen Kette von Kohlenstoffatomen, deren freie Arme je durch ein Wasserstoffatom besetzt (gesättigt) sind. Je nach Länge der Kette (entspricht der Zahl der Kohlenstoffatome) spricht man von kurzkettigen (bis 4 C-Atome), mittelkettigen (6-10 C-Atome) und langkettigen Fettsäuren (über 10 C-Atome). Sind die C-Atome jeweils nur durch eine Bindung (C- C) verknüpft, spricht man von gesättigten Fettsäuren, findet sich mindestens eine Doppelbindung (C = C) spricht man von ungesättigten Fettsäuren. Ist nur eine Doppelbindung in der gesamten Kette vorhanden, handelt es sich um einfach ungesättigten Fettsäuren, bei mehreren Doppelbindungen um mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Die Kettenlänge und die Zahl der Doppelbindungen bestimmen die biologischen Eigenschaften der Fettsäuren.
  • Gibt es Unterschiede zwischen den pflanzlichen Fetten?

    Unabhängig von ihrer Herkunft und ihrer Konsistenz (fest oder flüssig) unterscheiden sich pflanzliche Fette in erster Linie in ihrer unterschiedlichen Zusammensetzung aus gesättigten, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Pflanzliche Öle sind, bis auf wenige Ausnahmen wie Kokosfett, Kakaobutter und Palmkernfett, besonders reich an mehrfach und einfach ungesättigten Fettsäuren, gleiches gilt für die Margarinesorten, die überwiegend aus pflanzlichen Ölen und Fetten hergestellt werden.
  • Wie sind gesättigte und ungesättigte Fettsäuren in der Nahrung verteilt?

    Gesättigte Fettsäuren finden sich in allen Nahrungsmitteln tierischer Herkunft (Fleisch, Wurst, Fisch, Milch, Milchprodukte). Bestimmte pflanzliche Fette enthalten ebenfalls einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren. Dazu gehören z.B. Kokosfett, Palmkernfett und Kakaobutter. Einfach ungesättigte Fettsäuren sin in hoher Konzentration in Oliven- und Rüböl enthalten, aber auch in einer Reihe von tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren finden sich in hoher Konzentration in pflanzlichen Fetten und Ölen (z.B. Distelöl, Sonnenblumenöl).
  • Wie beeinflussen die unterschiedlichen Fettsäuren den Cholesterinspiegel?

    Kurz- und mittelkettige Fettsäuren haben keinen Einfluß auf den Cholesterinspiegel. Bei langkettigen Fettsäuren muß zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren unterschieden werden. Langkettige gesättigte Fettsäuren (z.B. Laurinsäure, Myristin- und Palmithinsäure) führen zu einem Anstieg des Cholesterins, langkettige einfach ungesättigte Fettsäuren (z.B. Ölsäuren) oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren (z.B. Linolsäure) wirken cholesterinsenkend, wenn sie anstelle von gesättigten Fettsäuren aufgenommen werden. Gesättigte Fettsäuren vermindern die Aktivität der LDL-Rezeptoren in der Leberzelle. Ausnahme ist die gesättigte Stearinsäure, die sich diesbezüglich neutral verhält.
  • Was sind raffinierte Fette?

    Raffinierte Fette sind gereinigte Fette, sie sind entsäuert, deodoriert, entfärbt und gedämpft. Durch die Raffination werden Schadstoffe wie Pestizide, Schwermetalle und Schimmelreste entfernt. Der Linolsäuregehalt bleibt gleich, verloren gehen teilweise die Vitamine E und A.
  • Was sind gehärtete Fette?

    Durch Anlagerung von Wasserstoffatomen an ungesättigten Verbindungen (Doppelbindungen zwischen Kohlenstoffatomen) können mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Öle) ganz oder teilweise in gesättigte Fettsäuren umgewandelt werden. Dadurch erhöht sich der Schmelzpunkt, d.h. die vorher flüssigen Öle werden zu festen oder halbfesten Fetten. Diesen Prozeß bezeichnet man als Fetthärtung (Hydrogenierung). Die Fetthärtung ist für die Margarineproduktion von Bedeutung weil dadurch Öle nach Belieben in streichfähige Fette mit höherem Schmelzpunkt umgewandelt werden können, die sich dann in gewünschter Weise zu Margarine verarbeiten lassen.
  • Was sind Omega-3-Fettsäuren?

    Omega-3-Fettsäuren sind Fettsäuren mit bis zu sechs Doppelbindungen und einer Kettenlänge bis zu 22 C-Atomen. Die erste Doppelbindung liegt am dritten C-Atom, gezählt vom Methylende der Fettsäure, daher Omega-3. 48. Wo kommen Omega-3-Fettsäuren vor? Omega-3-Fettsäuren sind vor allem in Kaltwasserfischen enthalten. Die Fische nehmen die Omega-3-Fettsäuren mit dem Meeresplankton auf.
  • Welche Auswirkungen haben die Omega-3-Fettsäuren auf den Fettstoffwechsel?

    Erhöhte Trigylceridkonzentration können durch die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren gesenkt werden, was u.a. auf die verminderte Produktion von VLDL und den verstärkten Abbau der VLDL zu LDL zurückzuführen ist.
  • Haben Omega-3-Fettsäuren auch Wirkungen, die nicht den Fettstoffwechsel betreffen?

    Omega-3-Fettsäuren vermindern die Thrombosebildung, senken gering den Blutdruck und wirken entzündungshemmend. Es wurden Therapieerfolge bei einigen Hautkrankheiten sowie bei rheumatischen Gelenkerkrankungen beschrieben.
  • Sollte man Omega-3-Fettsäuren in Form von Fischölkapseln oder Fischmahlzeiten zu sich nehmen?

    Prinzipiell wäre es besser, Omega-3-Fettsäuren durch den Verzehr von Fischen aufzunehmen, allerdings muß dabei der z.T. hohe Energie- und Gesamtfettgehalt berücksichtigt werden. Große Mengen, wie sie notwendig sind, um erhöhte Triglyceridkonzentrationen günstig zu beeinflussen, sind daher ohne die Einnahme von Kapseln kaum erreichbar.
  • Verändert sich der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren in Meeresfischen bei der Zubereitung (Kochen und Braten)?

    Sowohl beim Kochen und Braten von Fisch ändert sich der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren nicht. Gleiches gilt für die Zubereitung mit der Mikrowelle und für eingedosten und konservierten Fisch.
  • Was sind Omega-6-Fettsäuren?

    Omega-6-Fettsäuren sind Fettsäuren mit bis zu 4 Doppelbindungen und einer Kettenlänge bis zu 22 C-Atomen. Die Bezeichnung Omega-6 kommt daher, daß die erste Doppelbindung am sechsten C-Atom liegt, gezählt vom Methylende der Fettsäuren. Sie sind die "mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
  • Wo kommen Omega-6-Fettsäuren vor?

    Omega-6-Fettsäuren (z.B. als Linolsäure) kommen vor allem in Pflanzenölen wie Sonnenblumen-, Maiskeim-, Soja- und Distelöl vor.
  • Welche Auswirkungen haben die Omega-6-Fettsäuren auf den Fettstoffwechsel?

    Omega-6-Fettsäuren senken das Gesamt- und LDL-Cholesterin. Bei einer sehr hohen Zufuhr kann auch eringfügig das HDL-Cholesterin gesenkt werden.
  • Was sind trans-Fettsäuren?

    Aufgrund der unterschiedlichen räumlichen Anbindung benachbarter Kohlenstoffatome wird zwischen den trans-Fettsäuren und den cis-Fettsäuren unterschieden. Ungesättigte Fettsäuren liegen in der Regel in cis-Form vor. Trans-Fettsäuren entstehen entweder durch biologische oder industrielle Hydrierung (Härtung von Fetten) von cis-Fettsäuren. Die biologische Hydrierung findet im Pansen der Wiederkäuer statt, deren Produkte dementsprechend auch trans-Fettsäuren enthalten. Butter weist einen wechselnden Anteil von trans-Fettsäuren auf (im Durchschnitt 2,4% des Gesamtfettgehalts), der sich je nach der Nahrung der Kühe verändert (im Sommer mit Frischfutter finden sich mehr trans-Fettsäuren). Diät-Margarinesorten, die heute in der Bundesrepublik Deutschland hergestellt werden, enthalten trans-Fettsäuren in für den Fettstoffwechsel nicht relevanten Mengen.
  • Wie wirken sich trans-Fettsäuren auf den Cholesterinspiegel aus?

    Trans-Fettsäuren steigern in gleichem Ausmaß wie gesättigte Fettsäuren das LDL-Cholesterin, senken aber zusätzlich das HDL-Cholesterin (wenn sie anstelle von Ölsäuren mit der Nahrung aufgenommen werden). In Deutschland ist die durchnittliche Aufnahme von trans-Fettsäuren gering.
  • Was sind kaltgepreßte Öle?

    Bei der Herstellung von kaltgepreßten Ölen werden die Früchte mechanisch ausgepreßt. Nach einer kurzen Wasserdampfbehandlung wird das Öl abgefüllt. Da es nicht chemisch behandelt wird, bleibt das Aroma, die Farbe und der Gehalt an fettlöslichen Vitaminen erhalten. Allerdings werden Schadstoffe (z.B. Pflanzenschutzmittel, Schwermetalle, polyzyklische Kohlenwasserstoffe) nicht entfernt.
  • Kann man mit einfach bzw. mehrfach ungesättigten Fettsäuren kochen, braten und fritieren?

    Es ist nicht sinnvoll, Pflanzenöle mit einfach bzw. mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu verwenden, wenn Temperaturen von mehr als 200 C erreicht werden sollen, da sich bei diesen Temperaturen die Doppelbindungen der ungesättigten Fettsäuren lösen und sie dann in gesättigter Form vorliegen. Generell empfiehlt es sich beim Kochen, Schmoren oder Braten nur sehr wenig Fett zu verwenden und die Speisen in beschichteten Pfannen, im Aluminium- oder Bratfolie oder im Römertopf zu zubereiten, auf das Fritieren sollte möglichst verzichtet werden.
  • Wie hoch kann man ungesättigte Fettsäuren, wie z.B. Oliven- oder Distelöl, erhitzen?

    Diese Pflanzenöle kann man bis zu 200 Grad C erhitzen. Wird diese Temperatur überschritten, werden sie in Glycerin und freie Fettsäuren gespalten. Das Glycerin wird bei weiterem Erhitzen in das gesundheitsschädliche Acrolein verwandelt, was durch einen stechenden Geruch des Fettes deutlich wird. Keinesfalls sollten daher Öle und Margarine so hoch erhitzt werden, daß Rauch aufsteigt.

Sauerstoffwasser – Zaubertrank oder Abzocke?

Posted by: admin | Posted on: Januar 17th, 2012 | 0 Comments

Der Sinn oder auch Unsinn isotonischer Getränke ist umumstritten, wenn meist auch immer behauptet wird, dass etwa stark verdünnte Fruchtsäfte das Gleiche bewirken und wesentlich preisgünstiger sind. Sauerstoffwasser basiert auf einem anderen Mechanismus. Durch Zusatz von reinem Sauerstoff wird der Gehalt verzehnfacht. Dem Sauerstoffwasser wird je nach Hersteller bis zu 60mg reiner Sauerstoff zugesetzt. Der Sauerstoffgehalt des Leitungswassers liegt bei einem Zehntel davon. Mit diesem Produkt wenden sich die Anbieter besonders an Sportler, denn durch körperliche Aktivität wird die Sauerstoffaufnahme am effektivsten gesteigert. Es wird versprochen das durch die erhöhte Sauerstoffaufnahme mehr Leistung, insbesondere bei Ausdaueranforderungen, resultiert. Glaubt man den Versprechen der Hersteller, dann ist Sauerstoffwasser mehr als nur ein Zaubertrank für Asterix. Zahlreiche günstige Einflüsse auf die Gesundheit machen es angeblich auch für den Nichtsportler interessant: Stärkung des Immunsystems, Steigerung der Durchblutung, Verbesserung des Stoffwechsels und Optimierung der antioxidativen gehören zu den angeblichen Vorteilen. "Zu guter letzt verspüren Sie mit einem regelmäßigen Konsum von nur 1,0 - 1,5 Liter Sauerstoffwasser schon bald mehr Frische, mehr Elan, mehr Kraft und Lebensfreude"möchte uns die Werbung sugerieren. Da kann selbst so hochgelobte "isotonische Durstlöscher" nicht mithalten.

Wie kommt der Sauerstoff ins Wasser?

Die Löslichkeit von Sauerstoff in Wasser ist sehr begrenzt und hängt hauptsächlich von der Temperatur und vom Druck ab. Ist diese Kapazität erreicht, bezeichnet man das Wasser als "mit Sauerstoff gesättigt". Besitzt ein Wasser Kühlschranktemperatur ist es mit ca. 12 mg/l gelöstem Sauerstoff gesättigt. Um 70mg/l Sauerstoff in die Flasche zu bringen muss also der Druck erhöht werden. Wenn die Flasche geöffnet wird sinkt der Druck und Sauerstoff entweicht dem Wasser. Der Sauerstoffgehalt im Wasser ist vor allem für Fische von Bedeutung. Wenn man Goldfische fit machen möchte, macht es sicher Sinn, ihn in O2-Wasser schwimmen zu lassen. Da der Mensch keine Kiemen besitzt, profitiert er nicht von den Vorteilen einer höheren O2-Sättigung im Wasser. Ausschlaggebend ist die Sättigung des Blutes. Die Sauerstoffaufnahme erfolgt über die Lunge. In den Lungenbläschen wird Kohlenstoffdioxid (CO2) ab- und Sauerstoff eingeatmet. Durch die orale Aufnahme von Sauerstoffwasser kann die Sättigung des Blutes nicht nennenswert erhöht werden. Eine positive Wirkung auf Ausdauerleistungen ist somit aus physiologischer Sicht ausgeschlossen!

Was passiert mit Sauerstoffwasser im Körper?

Das Sauerstoffwasser, lässt die Verdauungsorgane unberührt. Mit Blick auf die derzeitige Befundlage gibt es keinen physiologischen Vorgang ,der sich durch sauerstoffhaltigen Getränke beschleunigen ließe. Der Magen-Darm-Trakt wird zum großen Teil über entsprechende Arterien mit Sauerstoff versorgt. Dieses sauerstoffreiche Blut wurde in der Lunge mit Sauerstoff angereichert.

Mit Sauerstoff angereichertes Wasser hat keine leistungsfördernde Wirkung

Mit Sauerstoff angereichertes Wasser hat keine leistungsfördernde Wirkung auf den Stoffwechsel und stärkt auch nicht das Immunsystem. Ob es sich um Betrug handelt, sei dahin gestellt. In Supermärkten gibt es O2-Wasser mittlerweile für unter einem Euro pro Flasche. Eine bedeutsame Steigerung der Sauerstoffaufnahme mittels Getränke ist nicht möglich, ebenso wenig eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit. Den Versprechungen der Hersteller sollte man skeptisch gegenüber stehen. Wer sich durch das Superwasser volle Power erhofft, wird enttäuscht werden. Ein Vorteil dieses Produkt darf jedoch nicht unerwähnt bleiben: Es gibt keine Nebenwirkungen.

Vitamine – Lichtschutzfaktor zum Essen

Posted by: admin | Posted on: Januar 14th, 2012 | 0 Comments

Kennen Sie das nicht auch? Die Sonne scheint, man legt sich an den See oder ins Freibad und genießt erst mal so richtig die warmen Sonnenstrahlen. Meißt kommt aber nach einiger Zeit das böse Erwachen. Die Haut ist rot und fühlt sich heiß an. Sie haben einen Sonnenbrand. Konsequenz ist die nächsten Tage auf das Sonnenbaden zu verzichten und sich das nächste Mal besser einzucremen.

Was passiert bei Sonneneinstrahlung mit unserer Haut?

Unter UV-Strahlung werden in der Epidermis Radikale freigesetzt. Diese sind zwar von Natur aus in der Haut vorhanden, doch durch Sonneneinstrahlung nehmen sie stark zu. Diese Radikale knabbern an den Zellmembranen und den Zellkernen Ihrer Haut. Diese werden somit der Sonne ausgesetzt und sind nicht mehr geschützt, der Weg zur vorzeitigen Hautalterung ist frei. Das erste Stadium dieser Zellzerstörung ist der Sonnenbrand. Den Schutz von aussen durch Sonnencreme und Sunblocker oder einfach das T-Shirt kennen wir alle. Doch man kann der Haut auch von innen helfen sich selbst zu schützen.Nämlich durch Vitamine. Hier sind besonders die sog. Antioxidanten wie Vitamin E und C zu nennen. Sie sind in der Lage die freien Radikale einzufangen und unschädlich zu machen. Somit sind sie wesentlich für den Zellschutz verantwortlich. Gleiches kann in abgeschwächter Form für Mineralien wie Selen oder Zink und die Bioflavinoide gesagt werden. Diese sind wie die Vitamine hauptsächlich in Obst und Gemüse vorhanden. Man nennt sie auch die sekundären Pflanzenstoffe. Sie steigern die Wirkung der Vitamine und bilden sozusagen ein großes Team im Kampf gegen die Zellzerstörung. Gerade für den Sommer gilt es also sich öfter mal eine Extraportion Obst und Gemüse zu gönnen. Essen sie anstatt Pudding und Schokolade doch lieber mal einen Obstsalat und beissen sie herzhaft in einen frischen Salat als in einen Hamburger. So sind sie auf dem besten Weg auch in der Sonne eine gute Figur zu machen... Also innen Vitamine aussen Creme

Aminosäuren

Posted by: admin | Posted on: Januar 13th, 2012 | 0 Comments

Der Körper benötigt Aminosäuren, um körpereigenes Eiweiß (z.B. im Muskel) aufzubauen. Hierzu zählen alle Körperzellen, Enzyme, Hormone, Hämoglobin, Antikörper und andere Stoffe, die der Körper selbst herstellt.
Für den Menschen sind acht Aminosäuren essentiell, d.h. sie müssen in der Nahrung enthalten sein: Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin.
Eine spezielle Stellung nehmen die Aminosäuren Cystein und Tyrosin ein. Cystein wird im Stoffwechsel aus Methionin gebildet. Enthält die Nahrung eine ausreichende Menge Cystein oder Cystin, so kann ein Teil des Methionins eingespart werden. Gleiches gilt für Tyrosin, das aus Phenylalanin synthetisiert wird und einen Teil des Phenylalanins ersetzen kann.

Aminosäurepräparate gibt es flüssig, pulver-, tabletten- und kapselförmig. Abgesehen von der biologischen Wertigkeit der Proteinquelle ist die Absorptionsgeschwindigkeit einer der entscheidenden Kriterien im Vergleich zwischen Proteinen und Aminosäuren.
Der Körper muss Proteine zunächst im Magen aufspalten. Durch die Darmwände gelangen sie dann mittels spezifischer Transportmoleküle in die Blutbahn. Aminosäuren müssen nicht mehr aufgespalten werden und können daher schneller zugeführt werden.
Insbesondere nach dem Training ist der Eiweissbedarf sehr hoch, sodass die schnelle Zufuhr von Aminosäuren sinnvoller ist, als die Zufuhr von Proteinen allein.
Flüssige Präparate und solche in Kapselform werden deutlich schneller aufgenommen, als Aminosäuren in Tablettenform. Tabletten benötigen teils mehrere Stunden bis ihre Wirkstoffe in den Blutkreislauf übergetreten sind. Tabletten eignen sich daher ideal, um eine Aminosäurenversorgung über Nacht zu gewährleisten, ohne den Verdauungsapparat zu belasten. Aminosäuren eignen sich allerdings nicht zur alleinigen Eiweißversorgung, da der Körper sie viel zu schnell verstoffwechselt und so keine Konstanz im Aminosäurepool erreicht werden kann.


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BCAA :

BCAA (Branched Chain Amino Acids) oder auch verzweigtkettige Aminosäuren bestehen aus den drei essentiellen Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin. Im Gegensatz zu den übrigen Aminosäuren werden BCAA direkt in den Muskelzellen und nicht erst in der Leber verstoffwechselt. Der Körper benötigt sie, um die während großer Belastungen, zum Beispiel während des Trainings, verlorengehenden Aminosäuren Glutamin und Alanin wieder zu synthetisieren und so einen katabolen, das heißt eiweißabbauenden Zustand zu vermeiden. BCAAs werden zum Aufbau fast aller Proteine benötigt. Ca. 35 % der Muskulatur bestehen aus BCAAs. Sie sind außerdem maßgeblich am Transport von Stickstoff und Energie zwischen Muskulatur und Leber beteiligt. Sie können dabei reversibel zu den entsprechenden Ketosäuren umgewandelt werden. Ihre Hauptmenge wird allerdings im Energiestoffwechsel verbraucht. BCAAs normalisiert die Tryptophankonzentration im Gehirn und damit die Serotoninkonzentration, was zu weniger Ermüdung führt.

BCAAs kommen in in fast allen Proteinen vor. Besonders hohe Mengen kommen in Mais, Molkenprotein (Whey), Vollei, Casein, Reis, Kartoffeln, Fisch, Soja und Weizenkeimen vor.
BCAAs sind relativ wenig wasserlöslich und begrenzen damit die Löslichkeit vieler Aminosäuregemische.
Überdosierungserscheinungen mit BCAAs sind bei Dosierungen bis zu 50 g/Tag nicht bekannt. Bei einem Überangebot an BCAAs werden diese zu Glucose bzw. Glycogen umgewandelt. Sportler haben einen stark erhöhten Bedarf an BCAAs.
Vor dem Training eingenommen, können BCAA auch zur Energiegewinnung verwand werden. Das Leucin wird hierbei aufgespalten. Die Aminogruppe des Leucin wird zur Bildung von Alanin verwand, welches dann in der Leber zur Glukosesynthese eingesetzt wird und der verbleibende Rest, die Ketonsäure wird wird im Muskel zu Energie verbrannt. Um sich den anti-katabolen Effekt der BCAA nutzbar zu machen, sollten sie 60-90 Minuten nach dem Training in Verbindung mit einer Mahlzeit eingenommen werden. Zur Energiegewinnung sollten sie ca. 30 Minuten vor dem Training eingenommen werden; dies aber nur unregelmäßig, da sie so die Harnsäurewerte negativ beeinflussen. In jedem Fall sollten BCAA nur in L-Form (Linksdrehend-optische Aktivität) eingenommen werden und in Kombination mit allen drei Aminosäuren.

 

Alanin :

Alanin ist eine nicht-essentielle Aminosäure und kann im Körper aus Milchsäure und Ammonium-Ionen gebildet werden oder aus den verzweigtkettigen Aminosäuren hergestellt werden. Alanin kann vom Körper als Vorstufe für die Synthese von Glucose genutzt werden. Es dient damit dem Körper der Energiebereitstellung und der Regulierung des Blutzuckerspiegels insbesondere, wenn die Glycogenspeicher geleert sind.
Alanin kommt in fast allen Proteinen vor. Reich an Alanin sind Mais, Fleisch, Reis, Soja, Hafer und Molkeprotein. Besonders viel Alanin enthält Gelatine

Gib Aids keine Chance

 

 

Arginin :

Arginin wird im Leberstoffwechsel für die Harnstoffbildung und den Ammoniakabbau benötigt. Daneben spielt Arginin eine wichtige Rolle im Immunsystem und bei Heilungsprozessen. Arginin kann zwar vom Körper selbst synthetisiert werden, doch in Belastungssituationen muß zusätzlich Arginin zugeführt werden.
Arginin kann im Körper zu Ornithin umgewandelt werden und umgekehrt.
Arginin kommt in fast allen Proteinen vor. Hohe Gehalte sind enthalten in Haselnüssen, Paranüssen, Getreideprodukten und Fleisch/Fisch.
Arginin hat eine immunstärkende Wirkung und wird mit einer erhöhten Wachstumshormonbildung und einer verbesserten Fettverbrennung in Verbindung gebracht. Ebenso weisen einige Publikationen auf eine Wirkung auf den Haarwuchs hin. Arginin kann möglicherweise selbst bei äußerlicher Anwendung nachlassenden Haarwuchs fördern. Da Milchproteine relativ wenig Arginin enthalten, kann durch Zugabe dieser Aminosäure die biologische Wertigkeit dieser Proteine stark erhöht werden.
Bei Überdosierung besteht die Möglichkeit einer Förderung "schlafender" Herpes-Infektionen.

 

Cystein :

Cystein kann im Körper aus Methionin synthetisiert werden und ist notwendig für das Wachstum von Haut und Haaren. Cystein kann als die zentrale Verbindung des Schwefelstoffwechsels angesehen werden, da sich viele schwefelhaltige Substanzen im Körper von ihm ableiten. Cystein ist auch die Hauptschwefelquelle unserer Ernährung. Weiterhin wird es benötigt für die Synthese von Insulin und Verdauungsenzymen. Cystein wirkt außerdem schwermetallentgiftend und als Antioxidans im Körper. Die Aminosäure Cystein kommt in fast allen Proteinen vor.
Besonders viel Cystein enthalten: Eiklar, Hafer, Mais, Molkeprotein.
Ein Fehlen von Cystin wirkt auf die Protein-Synthese des wachsenden Organismus verzögernd und bewirkt ein gestörtes Wachstum der Haare. Erhöhte Gaben von Cystein beschleunigen den Heilprozeß, stärken das Bindegewebe und sollen für den Muskelaufbau vorteilhaft sein. Aufgrund der schwermetallabführenden Eigenschaften des Cysteins kann es bei längerer übermäßiger Einnahme zum Mangel an Spurenelementen wie Kupfer, Mangan und Cobalt kommen.

 

Glutamin :

L-Glutamin ist die am meisten in der Skellettmuskulatur vorkommende Aminosäure. Über 50% aller freien Aminosäuren bestehen aus Glutamin. Glutamin kann im Körper zu Glutaminsäure umgewandelt werden und umgekehrt. Der Körper kann Glutamin unter Aufnahme von Ammoniak aus Glutaminsäure bilden. Glutamin kann im Körper leicht zu Glutaminsäure und Ammoniak umgewandelt werden. Weiterhin wird durch die zusätzliche Gabe von Glutamin die Syntheserate des Organismus reduziert, was mit einer Verminderung der Ammoniakentgiftung gleichzusetzen ist. Ammoniak (NH3) ist ein toxisches Gas, das in Form von Harnsäure im Urin ausgeschieden wird und unter anderem zu Gelenkproblemen führen kann. Eine Supplementierung sollte daher über maximal 8 Wochen, gefolgt von einer mehrwöchigen Pause, erfolgen, um die toxische Belastung des Organismus mit Ammoniak zu reduzieren.
Glutamin kommt in fast allen Proteinen vor. Besonders große Mengen an Glutamin sind in: Weizen, Casein, Molkeprotein, Mais- und Soja enthalten. Natriumglutamat wird vielseitig als Würzmittel und Geschmacksverstärker eingesetzt.
Mangelerscheinungen sind geschwächter Immunstatus und verzögerte Wundheilung. Sportler haben einen stark erhöhten Bedarf an Glutamin. Glutamin spielt eine Schlüsselrolle in der Verhütung von Ermüdungszuständen und Folgen des Übertrainierens. Je nach Intensität der körperlichen Belastung sollten zwischen 5 und 20 Gramm eingenommen werden. Für die optimale Resorption von Glutamin ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B6 erforderlich.

Glutamin ist der Hauptbrennstoff für schnell teilende Zellen wie den Darmzellen. So wird einleuchtend, weshalb peroral eingenommenes Glutamin zu 85% das Passieren des Darmtraktes nicht übersteht. Stabiler sind Di- und Tripeptide. Diese werden außerdem vom Körper besser resorbiert als die freie Aminosäure und vermindern die Wahrscheinlichkeit einer ungewollten Umwandlung in Ammoniak.
Glutamin kann in den Nieren in Glucose umgewandelt werden und zwar ohne die Glukagon- und Insulinwerte zu beeinflussen. Somit trägt es gleichfalls zu einer Energiegewinnung bei, die die durch das Insulin hervorgerufene Fetteinlagerung zu umgehen in der Lage ist. Es wirkt, wie auch Untersuchungen an Mäusen bewiesen haben, der Nahrungsfettspeicherung entgegen, hilft folglich bei der Regulierung des Körpergewichts.
Auch den Zellen des Immunsystems dient Glutamin als Brennstoff, so dass eine Wirkung auf das Immunsystem wenigstens nicht auszuschließen ist. Bei Krankheiten wird die Rekonvaleszenz (Erholung) durch Glutamin beschleunigt. Glutamin und die Proteinsynthese Glutamin steht im direkten Zusammenhang mit der Proteinsynthese, da es für den Transport von Stickstoff, einem Bestandteil von Proteinen, verantwortlich ist. Glutamin begünstigt die Resorption anderer Aminosäuren. Bei intensivem Muskeltraining kann der Körper bis zu 40 g Glutamin verlieren. Da dies mehr ist als der Organismus selbst sythetisieren kann, muss es schnellstmöglich wieder zugeführt werden, da die Muskelzelle sonst in einen katabolen Zustand fällt (Eine negative Stickstoffbilanz ist daher immer ein Zeichen von Muskelabbau). Glutamin und die Hormonproduktion Glutamin stimuliert die Testosteron- und Wachstumhormonausschüttung (HGH = Human Growth Hormon). Es verhindert somit durch die hemmende Wirkung dieser Hormone auf den Cortisolspiegel seinen eigenen Abbau nach hartem Wiederstandstraining.

In Studienergnissen ergab sich eine optimale Dosis von 4 Gramm Glutamin um die höchste HGH (Wachstumshormonausschüttung) zu erreichen. . Es empfiehlt sich unmittelbar nach dem Training und auf nüchternen Magen und ohne Zugabe irgendwelcher Kalorien Glutamin einzunehmen.

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Histidin :

Histidin spielt eine wichtige Rolle beim Proteinmetabolismus, insbesondere bei der Bildung des Blutfarbstoffs Hämoglobin und der Substanz Carnosin. Ein Mangel kann folglich auch zu Blutarmut führen. Es ist außerdem häufig Bestandteil des aktiven Zentrums von Enzymen. Histidin kann zwar vom Körper selbst synthetisiert werden, jedoch nicht in ausreichendem Maße.
Besonders reich an Histidin sind Bananen sowie Rindfleisch- und Fisch. Histidin unterstützt das kindliche Wachstum und wird erfolgreich bei Allergien, Anämie, Arteriosklerose und rheumatischer Arthritis eingesetzt. Es soll die Blutgerinnung fördern.
Eine Hohe Histidin-Zufuhr kann zu einer erhöhten Ausscheidung von Zink durch den Urin bewirken.

 

Lysin :

Lysin wird zur Neubildung von Muskel- und Bindegewebe benötigt. Es ist weiterhin beim Knochenwachstum, bei der Verknöcherung und beim Zellwachstum beteiligt. Lysin dient dem Körper als Ausgangsstoff für die Eigensynthese von Carnitin. Lysin verstärkt die Wirkung von Arginin. Es verstärkt die Speicherung von Calcium im Körper und wird erfolgreich zur Behandlung von Herpes eingesetzt.
Einen hohen Gehalt an Lysin haben tierische Proteine wie in Milch, Eier, Fleisch und Fisch.
Mangelerscheinungen sind verzögertes Zell- und Knochenwachstum und eine verzögerte Wundheilung.

 

Methionin :

Methionin hilft, übermäßige Fetteinlagerungen in der Leber zu verhindern und unterstützt die Regeneration von Leber- und Nierengewebe. Als schwefelhaltige Aminosäure ermöglicht es die Bildung von Cystein und Taurin im Körper und wird bei der Synthese zahlreicher körpereigener Stoffe als Schwefel- und Methylgruppen-Lieferant benötigt. Der Methioninbedarf kann bis zu 80 % von Cystein gedeckt werden. Erhöhte Methionineinnahme kann zu verstärktem Calciumverlust führen. Methioinin findet in der Therapie Anwendung als Leberschutzpräparat. Zur Supplementierung wird auch das Acetylierungsprodukt N-Acetylmethionin eingesetzt.
Reich an Methionin sind Vollei, Vollkornbrot, Sesam, Mais , Reis und Molkenprotein. Methionin fördert die Wundheilung und kann die negativen Folgen von Stress lindern. In der Regenerationsphase nach Widerstandstraining aber auch nach starken Muskelverletzungen ist der Methioninbedarf besonders hoch. Mangelerscheinungen können Stoffwechselstörungen wie Leberverfettung, Haut- und Haarwuchsstörungen sein.

 

Ornithin :

Ornithin wird als Zwischenprodukt im Leberstoffwechsel aus Arginin gebildet. Es ist an der Ammoniakentgiftung des Körpers durch Bildung von Harnstoff beteiligt. Onithin findet sich in einigen Fischeiweißen, ansonsten tritt es nur in freier Form auf. Ornithin wird in der Medizin als Leberschutzpräparat eingesetzt.

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Phenylalanin :

Phenylalanin wird zur Synthese der wichtigen körpereigenen Proteine Insulin, Papain und Melanin sowie des Schilddrüsenhormon Thyroxin benötigt. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Eliminierung von Schadstoffen durch Nieren und Blase. Phenylalanin zeigt nicht nur wie alle anderen Aminosäuren in der natürlichen L-Form eine physiologische Wirkung. Eine Mischung aus D- und L-Form, zeigt diese Aminosäure schmerzstillende Wirkung, indem sie die körpereigene Endorphin-Produktion anregt. Phenylalanin kann außerdem vom Körper in die Neurotransmitter Dopamin und Norepinephrin umgewandelt werden. Erhöhte Einnahmen von Phenylalanin reduzieren die Seratoninbildung und wirken damit anregend. Des weiteren soll es über die Bildung von Norepinephrin die Gedächtnisleistung verbessern und appetitzügelnd wirken.
Phenylalanin ist enthalten in Casein, Haselnüssen, Reis und Ei.

 

Taurin :

Taurin ist eine nicht essentielle Aminosäure und spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des zentralen Nervensystems. Es beeinflußt die Transportvorgänge von Calcium, Magnesium und Zink und reguliert außerdem den Flüssigkeitshaushalt der Zellen. Taurin verfügt über zellmembranschützende und antioxidative Eigenschaften und fördert die Bildung und Wirksamkeit von Gallensaft als Emulgator bei der Fettverbrennung. Taurin kann neben der Nahrungsaufnahme vom Körper aus Cystein gebildet werden.
Der Gesamtbestand an Taurin im Körper wird auf etwa 30 – 50 g geschätzt.
Es ist enthalten in Fleisch und Fleischextrakten.

 

Tryptophan :

Tryptophan dient dem Organismus in erster Linie als Baustein zur Proteinsynthese. Daneben wird es vom Körper zu Niacin metabolisiert, weshalb Niacin-Mangelerscheinungen erst bei trypopahnarmer Ernährung auftreten. Tryptophan wirkt positiv auf die Proteinsynthese und wirkt schmerzlindend.
In Studien fanden sich Hinweise auf eine erhöhte Ausschüttung von Wachstumshormonen durch Tryptophan. Eine Verminderung der Nahrungsaufnahme durch Tyrosin-Gaben ist wahrscheinlich. In Tierversuchen konnte eine Nierenschutzwirkung von Tryptophan festgestellt werden.
Besonders tryptophanreich sind: Lactalbumin (wasserlösl. Anteil des Molkenproteins), Molkenprotein, Vollei , Nüsse , Milch , Erbsen, Kartoffeln, Käse, Zwiebeln .
Tryptophan wird in Gegenwart von Sauerstoff leicht abgebaut. Deshalb wird Trypothan bei zahlreichen lebensmitteltechnischen Verarbeitungsprozessen abgebaut. Obwohl Sportler einen erhöhten Bedarf an Tryptophan haben, sollten Dosierungen über drei Gramm vermieden werden, da es sonst zu Blutbildveränderung mit Muskelschmerzen und Müdigkeit führen kann.
Ein Mangel kann zu Hauterkrankungen, Defekten im Zentralnervensystem und Depressionen (aufgrund von Mangel an Serotonin). Eine extrem hohe Vitamin B6-Dosierung hemmt den Tryptophan-Stoffwechsel in der Leber.

 

Tyrosin :

Die Aminosäuren Tyrosin wird im Körper benötigt für die Funktion von Nebennieren, Schild- und Hirnanhangsdrüse sowie die Bildung von roten und weißen Blutkörperchen. Daneben dient Tyrosin über das Enzym Tyrosinase zum Aufbau von Melanin, dem Haut- und Haarpigment. Wie Phenylalanin ist auch Tyrosin eine Vorstufe zur Produktion von L-Dopa, L-Dopamin, Norepinephrin und Epinephrin. Der Tyrosinbedarf kann auch durch Phenylalanin gedeckt werden. Tyrosin fällt bei der Umwandlung von Phenylalanin in Norepinephrin an und ist damit keine essentielle Aminosäure.
Besonders reich an Tyrosin ist Casein, Milchprotein, Erbsen, Bohnen, Nüsse.
Tyrosin hat eine stimmungsaufhellende Wirkung und wirkt appetitzügelnd. Tyrosin-Supplemtierung soll zu einer verstärkten Ausschüttung von Wachstumshormon (HGH) und als "Gehirn-Nährstoff" zu besserter geistiger Leistungsfähigkeitführen.